Ärztekammer: Stopp für Weihnachtsmärkte nicht ausschließen

16.11.2021 Die Ärztekammer Niedersachsen sieht angesichts steigender Corona-Infektionszahlen mit großer Skepsis auf die in diesen Tagen vielerorts beginnenden Weihnachtsmärkte. «Je nach regionaler Inzidenzlage sollten im Extremfall auch Schließungen nicht ausgeschlossen werden», sagte Ärztekammer-Präsidentin Martina Wenker der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (NOZ).

Besucher gehen über den Weihnachtsmarkt. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Wir können doch nicht zusehen und feiern, während nebenan in den Krankenhäusern geplante Eingriffe wieder und wieder verschoben werden müssen, Corona-Patienten sterben und das Personal in Praxis und Klinik am Limit ist.» Zum jetzigen Zeitpunkt sei sie aber noch nicht für eine Absage, sondern für eine «streng kontrollierte 2G-plus-Regelung sowie strikte Personenzahlobergrenzen und wöchentliche Neubewertung je nach regionaler Inzidenz». 2G plus bedeutet, dass nur Geimpfte und Genesene Einlass bekommen, die zusätzlich einen negativen Corona-Test vorweisen.

In vielen Städten, etwa Bremen und Northeim, laufen letzte Vorbereitungen für die Weihnachtsmärkte. Imbiss- und Glühweinstände werden aufgebaut, Lichterketten installiert, Karussells montiert. Coronabedingt gelten entsprechende Hygienekonzepte.

Wegen der täglich landesweit steigenden Neuinfektionen sagte die Stadt Northeim am Dienstag aber den nur für den 7. Dezember geplanten traditionellen Weihnachtskrammarkt ab. Auch in Duderstadt (Kreis Göttingen) zogen die Veranstalter Konsequenzen aus den steigenden Infektionsraten und entschieden sich, den Weihnachtstreff ausfallen zu lassen. In dem kleinen Adventsdorf kamen zu normalen Zeiten abends in der Innenstadt oft über 1000 Besucher in gemütlicher Runde an den Ständen zusammen.

Der Kreis Emsland sagte den für den 4./5. Dezember geplanten Weihnachtsmarkt «Advent auf Schloss Clemenswerth» ebenfalls coronabedingt ab. «Wegen der stetig steigenden Infektionszahlen kommen wir als Veranstalter unserer Vorbildfunktion und Fürsorgepflicht nach. Wir bedauern die Absage dieses besonderen Weihnachtsmarktes sehr», sagte der Erste Kreisrat Martin Gerenkamp. Die frühzeitige Absage solle den Schaden für alle an der Veranstaltung Beteiligten gering halten.

© dpa-infocom GmbH

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