Arbeitslosigkeit im Nordwesten sinkt: Aber auch Probleme

28.10.2021 Die Arbeitslosigkeit in Niedersachsen und Bremen hat sich positiv entwickelt. In beiden Ländern haben es einzelne Gruppen aber schwerer auf dem Arbeitsmarkt.

Das Logo der Bundesagentur für Arbeit leuchtet. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Arbeitslosigkeit in Niedersachsen und Bremen ist im Oktober erneut zurückgegangen. Die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen in Niedersachsen sank im Vergleich zum September um 3,3 Prozent auf 222.009, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte. Die Arbeitslosenquote ging damit um 0,1 Prozentpunkte auf 5,1 Prozent zurück. Stichtag für die aktuellen Daten war der 12. Oktober.

Ähnlich positiv bleibt die Entwicklung in Bremen, wo im Oktober 36.894 Menschen arbeitslos gemeldet waren. Dies seien 2,1 Prozent weniger als im September und sogar 13,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank damit um 0,2 Prozentpunkte auf 10,1 Prozent.

Der Rückgang sei für Niedersachsen insbesondere darauf zurückzuführen, dass viele junge Menschen im Oktober noch eine Ausbildung oder Beschäftigung aufnehmen oder ein Studium beginnen und sich deshalb aus der Arbeitslosigkeit abmelden. Die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften ist laut Arbeitsagentur saisonüblich aber leicht gesunken.

Allerdings waren nach den Agenturzahlen im Oktober 76.298 Menschen, arbeitslos gemeldet, die älter als 50 Jahre sind. Dies entspricht mehr als einem Drittel aller Arbeitslosen in Niedersachsen. «Erfahrungsgemäß sind viele ältere Arbeitslose bereit, sich weiterzubilden oder sich schnell einzuarbeiten. Unternehmen können die gesuchte Fachkraft häufig in dieser Altersgruppe finden», sagte Shirin Khabiri-Bohr, stellvertretende Chefin der Regionaldirektion.

Mit Blick auf die Situation in Bremen verweise die Arbeitsagentur auf das Problem der Langzeitarbeitslosigkeit. Mit 18.201 Menschen, die ein Jahr oder länger ohne Job sind, zähle im Land Bremen inzwischen fast jeder zweite Arbeitslose zu den Langzeitarbeitslosen.

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