Geteiltes Bild nach einem Monat ausgeweiteter 2G-Regel

20.10.2021 Restaurantbesuch, Kultur oder Sport - wer geimpft oder genesen ist, kann seit einigen Wochen in Niedersachsen häufiger die Maske abnehmen und wieder dichter zusammenkommen. Doch bislang macht nicht jeder Betrieb mit.

«Geimpft! Genesen!» steht auf einem Schild an einer Bar. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Rund einen Monat nach der Ausweitung der 2G-Regelung in der Corona-Pandemie ergibt sich für viele Betriebe Niedersachsen ein geteiltes Bild. 2G und 3G würden etwa zu gleichen Teilen in Gastronomiebetrieben und Hotels angewandt, sagte die Geschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Niedersachsen, Renate Mitulla, der Deutschen Presse-Agentur in Hannover.

Die Kontrolle über die Impf- oder Testnachweise sei sehr zeitintensiv und angesichts des Personalmangels eine zusätzliche Belastung. Wenn etwa ein Restaurant auf das 2G-Modell umstelle, also nur Geimpfte und Genesene hineinlasse, könnten mehr Tische aufgestellt werden. Viele Gastronomen stellten jedoch auch mit dem 2G-Modell weniger Tische auf als vor der Pandemie, um etwas mehr Abstand einhalten zu können.

Die 2G-Regel war in Niedersachsen vor rund einem Monat deutlich ausgeweitet worden - etwa in der Gastronomie, bei Kultur- oder Sportveranstaltungen. Betreiber und Veranstalter, die sich entscheiden, nur noch Geimpften und Genesenen Zutritt zu gewähren, sind in ihren Betrieben und Einrichtungen von der Durchsetzung der Maskenpflicht und Abstandsregeln befreit. Wer unter 18 Jahren alt ist, kann bei 2G auch ohne Corona-Test, Impfung oder Genesung in ein Restaurant oder zu einer Veranstaltung gehen.

Auch Fußballvereine dürfen mit der 2G-Regel wieder mehr Fans in die Stadien lassen. So spielte vergangene Woche Hannover 96 vor rund 40.000 Fans im heimischen Stadion. Der VfL Wolfsburg hatte sich bereits zuvor für das 2G-Modell entschieden, womit nach eigenen Angaben bislang keine Probleme festgestellt worden sind. Das Modell habe sich gut bewährt.

Das Staatstheater Hannover stellt im Dezember auf das 2G-Modell um. «Wir haben nur sehr wenige und vereinzelte Rückmeldungen bekommen von Menschen, die sich durch die neue Regel von einem Theater- oder Opernbesuch ausgeschlossen fühlen», teilte eine Sprecherin auf Anfrage mit. Der weitaus größere Teil begrüße es.

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