Rechtstreit ums Steinhuder Meer: Ballonfahrer und Yachtclub

19.10.2021 Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg verhandelt seit Dienstag über die Interessen von Ballonfahrern, Bootsbesitzern und einem Yachtclub am Steinhuder Meer. In drei Normenkontrollverfahren wird der 4. Senat über die von der Region Hannover erlassene Naturschutzgebietsverordnung «Totes Moor» entscheiden. Im Kern geht es um Konflikte zwischen Wassersport und Naturschutz. Die Verordnung bezieht sich auf ein 3179 Hektar großes Gebiet, das Flächen am Steinhuder Meer und Wasserflächen im ost-nordöstlichen Bereich umfasst.

Segelboote liegen bei trübem Wetter an einem Steg am Steinhuder Meer. Foto: Moritz Frankenberg/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Zum einen wollen Veranstalter von Ballonfahrten gerichtlich klären lassen, ob in einer Naturschutzgebietsverordnung Vorgaben für den Luftverkehr geregelt werden dürfen. Im zweiten Verfahren geht es dem Betreiber eines Yachtclubs um das Verbot, die Wasserfläche zu befahren. Im dritten Antrag geht es einem Besitzer von Flächen im Naturschutzgebiet um das generelle Verbot der Forstwirtschaft sowie Beschränkungen, die für den Torfabbau gelten.

Die Verhandlung findet wegen der vielen Prozessbeteiligten in der Ritterakademie der Hansestadt statt. Möglicherweise werden die Urteile noch nicht am Dienstag verkündet.

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