Bremen-USA-Weltall: Servicemodul für Raumschiff startklar

13.10.2021 Auf seiner ersten Flugreise geht's zwar noch nicht zum Mond, aber doch über den Atlantik in die USA. Dort wird das Herzstück des Orion-Raumschiffes - das ESM-Servicemodul mit Spannung erwartet.

Das Frachtflugzeug vom Typ Antonov 124-100 wird vorbereitet. Foto: Sina Schuldt/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach rund vierjähriger Bauzeit ist das zweite von Airbus gebaute Europäische Servicemodul (ESM) für das Orion-Raumschiff der Nasa fertig für den Transport in den US-Bundesstaat Florida.

Das 13 Tonnen schwere zylinderförmige Hightech-Modul wurde in der Nacht zu Mittwoch in ein Antonov-Großraumflugzeug verladen, das die Fracht von Bremen zum Kennedy Space Center der Nasa in Florida bringen soll. Der Abflug war gegen 9.00 Uhr geplant.

20.000 Teile und Komponenten

Das Modul besteht aus mehr als 20.000 Teilen und Komponenten und sorgt für den Antrieb, die Energieversorgung und die Wärmeregulierung. Zudem stellt das Modul bei künftigen Missionen Wasser und Sauerstoff für die Astronauten zur Verfügung. Es kann zudem Verbrauchsmaterialien transportieren, die die Astronauten zum Überleben benötigen. Das ESM ist unterhalb des Besatzungsmoduls installiert. Beide zusammen bilden das Orion-Raumschiff.

«Das ist schon ein großer Meilenstein. Wir sind alle sehr erleichtert», sagte Rachid Amekrane, Raumfahrtmanager bei Airbus Defence and Space. An dem ESM-2-Modul sei seit 2017 «mit viel Herzblut» gearbeitet worden.

Reise zum Mond und zum Lunar Gateway geplant

Artemis I ist der erste unbemannte Orion-Testflug mit einem europäischen Servicemodul und soll noch im ersten Quartal 2022 starten. Später sollen dann im Rahmen von Artemis II die ersten Astronauten um den Mond und zurück zur Erde fliegen. Bis 2024 will Artemis III dann mit Astronauten auf dem Mond landen.

Orion ist das Raumfahrzeug der Nasa, das im Rahmen des Artemis-Programms Astronautinnen und Astronauten zum Mond und zum sogenannten Lunar Gateway, einer geplanten Raumstation, bringen soll. Airbus baut für die Mission zunächst insgesamt sechs Servicemodule.

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