Böswilliges Alarmieren von Rettungskräften: Verurteilungen

29.09.2021 Die Feuerwehr rufen - obwohl es gar nicht brennt. Das kann zu einer Geld- oder Freiheitsstrafe führen. Die Zahl solcher Verurteilungen stieg zuletzt an in Niedersachsen. Es war nicht der einzige Anstieg.

Eine Statue der Justitia mit einer Waage und einem Schwert in ihren Händen. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In Niedersachsen sind im vergangenen Jahr mehrere Menschen verurteilt worden, weil sie böswillig Feuerwehr oder Polizei alarmiert oder deren Arbeit beeinträchtigt haben. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 45 Verurteilungen - acht mehr als noch 2019, wie das Justizministerium in Hannover auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Bei diesen Vergehen drohen eine Geldstrafe oder bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe.

Böswillige Alarmierungen führten im vergangenen Jahr zu mehr Einsätzen bei den Freiwilligen Feuerwehren im Land. Laut Innenministerium waren es landesweit 687 Einsätze, 285 mehr als noch 2019. Innenminister Boris Pistorius (SPD) hatte dieses Vorgehen deutlich kritisiert. «Wer aus Langeweile oder warum auch immer einen falschen Alarm mit böser Absicht auslöst, gefährdet, wenn es wirklich schlecht läuft, das Leben, die Gesundheit und das Eigentum anderer.» Die Einsatzkräfte könnten so womöglich erst später zu einem Einsatz ausrücken, wo es wirklich Gefahr gebe. Bei diesen Taten handele es nicht um ein Kavaliersdelikt, betonte Pistorius. Wer dies tue, habe eine hohe Geldstrafe oder eine Gefängnisstrafe zu befürchten.

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