Buchholz: Flüssiggas-Terminal Beitrag zu Klimaneutralität

29.09.2021 Der Bau des Terminals für Flüssigerdgas in Brunsbüttel ist umstritten. Die Grünen lehnen die Pläne ab. Wirtschaftsminister Buchholz verteidigt das Projekt auch aus Umweltschutzgründen. Ein Containerschiff soll Mittwoch dort etwas anderes tanken.

Bernd Buchholz (FDP), Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus in Schleswig-Holstein. Foto: Frank Molter/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) sieht auch umweltpolitische Gründe für das geplante Terminal für Flüssigerdgas (LNG) in Brunsbüttel. «Wenn mittels LNG-Nutzung auch fossile Energieträger wie Öl oder Kohle ersetzt werden, kann das zur Klimaneutralität beitragen», sagte Buchholz der Deutschen Presse-Agentur. Gas habe immer noch einen hohen Anteil im Wärmemarkt. Deutschland müsse eine sicherere, kostengünstige und umweltfreundliche Gasversorgung sicherstellen.

«Das LNG-Terminal in Brunsbüttel trägt dazu bei, den Import von Erdgas zu diversifizieren», sagte Buchholz. Durch zusätzliche Importkapazitäten könne zudem Preisdruck aus dem Markt genommen werden.

Am Mittwoch (12.00 Uhr) soll in Brunsbüttel das Containerschiff «Elbblue» mit klimaneutralem und synthetischem Kraftstoff (SNG) betankt werden. Nach Angaben des Unternehmens MAN Energy Solutions kommt erstmals in der kommerziellen Schifffahrt aus erneuerbarer Energie gewonnenes, synthetisches Erdgas zum Einsatz. Zu dem Termin werden auch Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und der Koordinator der Bundesregierung für maritime Wirtschaft Norbert Brackmann erwartet.

In Brunsbüttel ist der Bau eines Terminals zum Umschlag von verflüssigtem Erdgas geplant. Die Stadt liegt auf der schleswig-holsteinischen Seite der Elbmündung. Das südliche Ufer gehört zu Niedersachsen. In Brunsbüttel erreicht der Nord-Ostsee-Kanal die Elbe. In der Stadt gibt es mehrere Chemieunternehmen. Schleswig-Holsteins Koalition aus CDU, Grünen und FDP hatte das Projekt LNG-Terminal im Koalitionsvertrag verankert, ein Parteitag der Grünen rückte jedoch später davon ab.

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