Starkregen überflutet Straßen und Keller: Großeinsatz

11.09.2021 Unwetterartiger Regen hat den Feuerwehrleuten in Teilen Niedersachsens viel Arbeit beschert. Keller müssen leer gepumpt werden. Häuser werden mit Sandsäcken gesichert. Zwei Regionen sind besonders hart betroffen.

Ein Feuerwehrfahrzeug steht mit eingeschaltetem Blaulicht auf einer Straße. Foto: Patrick Seeger/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Starkregen hat im ostfriesischen Südbrookmerland zu zahlreichen Überschwemmungen geführt. Durch heftige Regenfälle waren am Freitagabend viele Straßen, Keller und Grundstücke geflutet worden, wie die Feuerwehr mitteilte. Deren Helfer waren teils viele Stunden im Dauereinsatz. Das Wasser stand demnach in einigen Häusern bis zu 40 Zentimeter hoch. Verletzt wurde niemand. Ein Gebäude ist jedoch wegen der Wasserschäden bis auf weiteres unbewohnbar.

Rund 120 Einsatzkräfte der Feuerwehr versuchten, das Wasser abzupumpen. Vereinzelt wurden Häuser mit Hilfe von Sandsäcken gegen die Wassermassen des Starkregens geschützt. Dabei bekamen die Einsatzkräfte nach eigenen Angaben Unterstützung von ansässigen Landwirten. Zur Entwässerung von Straßen und Grundstücken wurden auch Güllewagen angefordert, die durch die enorme Saugkraft mehrere Tausend Liter Wasser aufnehmen können.

Der Einsatzleitwagen der Feuerwehr Südbrookmerland - zwischen Aurich und Emden - koordinierte bis in die frühen Morgenstunden des Samstags 5 Feuerwehren und die insgesamt 15 Traktoren.

Auch in Lüneburg gab es wegen Starkregens in der Nacht zu Samstag mehr als 70 Einsätze der Feuerwehr. Wegen der Sonderlage wurde eine Kommunale Einsatzleitung einberufen und am Freitag um 20.30 Uhr bereits der Stadtalarm ausgelöst, der alle Kräfte in Lüneburg alarmierte.

Die heftigen Niederschläge hatten in der Region südlich von Hamburg am Abend zu Wasserschäden im gesamten Landkreis geführt, wie die Feuerwehr mitteilte. Aufgrund der hohen Zahl der Einsätze wurden die Helfer von Kräften aus den Nachbargemeinden unterstützt. Insgesamt waren rund 200 Feuerwehrleute beteiligt.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News