E-Bike-Safaris zum Sonnenaufgang in der blühenden Heide

04.09.2021 Zehn Jahre lang tourte Fotograf Michael Poliza durch die Welt, war im Durchschnitt sechs bis acht Monate unterwegs. Seit Corona entdeckt er Hamburgs Umgebung und bietet exklusive Bike-Touren an. Die Lüneburger Heide ist zur Blüte ein Erlebnis.

Teilnehmer einer E-Bike-Safari genießen den Sonnenaufgang in der Lüneburger Heide. Foto: Philipp Schulze/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ein Sonnenaufgang in der Lüneburger Heide um 6.15 Uhr ist ein besonderes Erlebnis. Die lila Blüten leuchten intensiv, der Morgentau reflektiert das Licht. Ausgebremst durch Corona bietet der Fotograf Michael Poliza seit vergangenem Jahr Touren in der Umgebung von Hamburg an. «Ein Sonnenaufgang hat einfach eine Magie», sagt der 60-Jährige. Mit E-Bikes gehen die etwa vierstündigen Touren vom Stimbekhof in Oberhaverbeck bei Bispingen zur Heideblüte im August/September los. Mit Frühstück und Guide kostet eine Safari pro Person 99 Euro.

«Es war eine ganz schöne Stimmung, ein wunderbares Erlebnis, durch die Heide zu radeln», erzählt Thomas Boschert, der mit seiner Frau Petra bei einer Spätsommer-Tour dabei war. Der 60-Jährige und seine drei Jahre jüngere Gattin sind erfahrene Radfahrer. «Wir kommen aus Karlsruhe, waren erst an der Ostsee, dann ein paar Tage in der Lüneburger Heide.»

Zehn Jahre lang flog Veranstalter Poliza um die Welt, besuchte in den jährlich durchschnittlich sechs bis acht Monaten nach eigenen Angaben 190 Länder. Neben Fotobänden bot er exklusive Reisen an. Dann stoppte ihn die Pandemie, der Hamburger erkundete 75 Tage lang per Fahrrad die Umgebung der Hansestadt - und war begeistert. Die Tagestouren sollen bleibende Erinnerungen für Familien, Gruppen oder Einzelpersonen bieten. Neben der Heide geht es ins Alte Land, an die Schlei oder an den Schweriner See.

«Die Nachfrage ist durch die Decke gegangen», berichtet Poliza. 80 Prozent der Umsatzes komme durch private Anfragen, aber auch Firmen buchten die Erlebnis-Touren. Acht, neun Guides arbeiten auf Honorarbasis, acht Mitarbeiter sind zudem fest angestellt. «Vor Corona habe ich die Welt entdeckt, jetzt Norddeutschland», sagt Poliza.

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