Marmorskulptur wird für Ausstellung fit gemacht

20.08.2021 Marmor hält bis in alle Ewigkeit? In der Kunsthalle Bremen wird eine Skulptur aus dem rustikalen Material fit für die Herbstausstellung gemacht.

Laura Blumenberg arbeitet mit einem Schwamm an einer Marmorskulptur von Zacharie Astruc. Foto: Sina Schuldt/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die leicht beschädigte Marmorfigur eines knienden Mönchs mit einem Totenschädel wird in der Kunsthalle Bremen derzeit für die Herbstausstellung renoviert. Die Skulptur «Der Mönch. Verzückung im Schlafzustand» von dem Franzosen Zacharie Astruc aus dem Jahr 1893 sei eine Leihgabe aus den Musées de Laval in Frankreich, wie die Kunsthalle Bremen mitteilte. Sie soll in der Ausstellung «Manet und Astruc. Künstlerfreunde» in der Kunsthalle Bremen vom 23. Oktober an gezeigt werden.

«Marmor ist ein sehr besonderes Material und es ist nicht so einfach, es zu bearbeiten. Es ist ein spannendes Werk», sagte die Restauratorin Laura Blumenberg. Drei Tage lang habe sie mit Wasserstrahler und Schwamm die Skulptur gereinigt und Abgebrochenes wieder angeklebt. Die 700 Kilogramm schwere Skulptur sei damals in einem Marmorblock gefertigt worden. Der Marmor, der eigentlich glänzt, ist wegen der Alterung matt geworden. «Es gibt ein paar kleinere Stellen, die ausgebrochen sind und ein paar Verfärbungen, die man so einfach nicht wegbekommt», sagte Blumenberg.

Zacharie Astruc (1833-1907) ist nach Angaben der Kunsthalle Bremen vor allem als Autor bekannt und auch als Maler tätig gewesen. Zuletzt habe sich Astruc zunehmend auf die Bildhauerei konzentriert. Zudem habe er sich intensiv mit der Kunst des Franzosen Édouard Manet (1832-83) auseinandergesetzt. So zeigt seine Marmorfigur des knienden Mönchs Ähnlichkeit mit Gemälden Manets.

Im Jahr 1866 porträtierte Manet, der als einer der Väter des Impressionismus gilt, seinen Freund Astruc und widmete ihm das Gemälde. «Das sind Zeichen von Freundschaft, die wir hier erkennen können», sagte die Ausstellungskuratorin Dorothee Hansen. Das Bild vereine alle Themen, mit denen sich Manet und Astruc intensiv beschäftigt haben, etwa die spanische und japanische Kunst.

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