Eine Fliegerbombe in Hannover gesprengt: Drei entschärft

18.07.2021 Der Kampfmittelräumdienst hat in Hannover insgesamt vier Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg unschädlich gemacht. Eine der Bomben musste am Sonntag vor Ort kontrolliert gesprengt werden, teilte die Feuerwehr mit. Sie sei für eine Entschärfung im Laufe der Jahre zu stark beschädigt gewesen. Vorher konnten zwei britische Fünf-Zentner-Bomben und eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe entschärft werden. Eine ebenfalls dort gefundene Brandbombe war leer und musste nicht entschärft werden.

Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeiwagens. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Kampfmittelräumdienst hatte auf Luftaufnahmen einer Baustelle, auf dem ein Wertstoffzentrum entstehen soll, die verdächtigen Objekte entdeckt. Bei solchen größeren Baustellen wird im Vorfeld immer überprüft, ob sich dort möglicherweise Blindgänger im Boden befinden.

Ab Sonntag, 9.00 Uhr, mussten rund 8750 Menschen in den Stadtteilen Misburg-Süd, Misburg-Nord und Anderten ihre Wohnungen verlassen. Die Stadt Hannover stellte zwei Sporthallen als Aufenthaltsraum zur Verfügung. Rund 245 Anwohner nahmen das Angebot an. Die Arbeiten an den Bomben begann kurz nach 12.00 Uhr. Um 17.20 Uhr konnte die letzte Bombe, ebenfalls eine britische Fünf-Zentner-Bombe, erfolgreich gesprengt werden. Nachdem der Sprengbereich durch die Einsatzkräfte überprüft wurde, konnten alle Anwohner wieder nach Hause zurückkehren.

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