«Kippen-Marathon» in Bremen soll für saubere Stadt sorgen

18.07.2021 Auf den Boden geworfene Zigarettenstummel gefährden die Umwelt. Das Nervengift Nikotin wird vom Regen ausgewaschen und sickert ins Grundwasser, Stoffe wie Arsen, Blei und Chrom können in die Natur gelangen. Deswegen gibt es in Bremen den «Kippen-Marathon».

Zahlreiche Zigarettenkippen liegen in einem Sammelbehälter. Foto: Armin Weigel/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mit der Aktion «Kippen-Marathon» wollen die Bremer Stadtreinigung und zwei Organisationen gegen weggeworfene Zigarettenreste vorgehen, die für die Umwelt gefährlich sind. Seit Samstag sollen Menschen in ihrem Stadtteil möglichst viele Kippen von öffentlichen Flächen aufsammeln. Diese werden gewogen. Der Stadtteil, der nach einer Woche die meisten Zigarettenreste gesammelt hat, gewinnt 3000 Euro für ein gemeinnütziges Projekt.

Die gesammelten Zigarettenreste sollen recycelt und unter anderem zu Taschenaschenbechern verarbeitet werden. So könnten Raucherinnen und Raucher ihre Kippen entsorgen, auch wenn kein Mülleimer in der Nähe ist, hieß es in der Mitteilung des Umweltressorts. Verantwortlich für die Aktion sind neben der Stadtreinigung das BUND-Meeresschutzbüro und die Initiative Clean up your City - Bremen.

Achtlos auf den Boden geworfene Zigarettenstummel sind gefährlich: Sie enthalten viele giftige Substanzen, die nach und nach in die Umwelt gelangen. Das Nervengift Nikotin wird schnell aus den Kippen ausgewaschen und sickert ins Grundwasser. Nach Angaben der Bundesregierung können in Zigarettenresten auch Arsen, Blei, Chrom, Kupfer, Cadmium, Formaldehyd, Benzol und andere Stoffe sein, die für die Natur und Tiere schädlich sind. Demnach kann nicht ausgeschlossen werden, dass die giftigen Substanzen letztlich auch wieder in der Nahrungskette des Menschen landen. Für Tiere können Kippenreste tödlich sein - etwa wenn sie diese mit Nahrung verwechseln.

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