THW-Kräfte aus Niedersachsen und Bremen helfen in NRW

15.07.2021 Angesichts der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und NRW sind THW-Helfer aus Niedersachsen und Bremen in die betroffenen Regionen aufgebrochen. Auch das Land Niedersachsen hat den Einsatz von Rettungshubschraubern angeboten.

Blick auf einen Schriftzug vom Technischen Hilfswerk (THW). Foto: Danny Gohlke/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Über 300 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) aus Niedersachsen und Bremen sind bereits in der vom Hochwasser getroffenen Katastrophenregion in Nordrhein-Westfalen im Einsatz. Sieben Trupps mit Pump-Ausrüstungen zum Kampf gegen Wasserschäden unterstützten die THW-Kräfte in NRW, teilte das Hilfswerk in Hannover mit. Sie übernähmen Pumparbeiten, um das Hochwasser zu bekämpfen und den Menschen vor Ort schnell zu helfen.

«Hunderte unserer Helferinnen und Helfer aus dem Landesverband Bremen/Niedersachsen sind im Einsatz, um der Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen schnell und unkompliziert zu helfen und um unsere Kameraden und Kameradinnen vor Ort zu unterstützen», sagte THW-Einsatzleiter Michael Matrian.

«Die Hochwasserkatastrophe bei unseren Nachbarn in NRW und auch in Rheinland-Pfalz nimmt von Stunde zu Stunde an Dramatik zu», sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil am Donnerstagabend. «Mein tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden der Toten und Vermissten. Es ist bitter, was diese Wassermassen alles angerichtet haben, wie viel Leid und Zerstörung das Unwetter gebracht hat.» Der SPD-Politiker bedankte sich bei den Helferinnen und Helfern aus Niedersachsen und versprach weitere Unterstützung.

Auch ein auf Räumarbeiten spezialisierter Fachzug mit Helfern aus verschiedenen Teilen Niedersachsens sollte nach NRW aufbrechen. Diese THW-Kräfte werden vor allem mit Räumgeräten wie Radladern und Teleskopladern im Krisengebiet unterstützen, um dort Straßen von Gegenständen zu befreien, wieder zugänglich zu machen und Trümmer zu beseitigen.

Das Land Niedersachsen bot ebenfalls Unterstützung an. Das Land habe bereits den Einsatz von Rettungshubschraubern mit Winden angeboten, teilte das Innenministerium mit. Angesichts der dramatischen Entwicklungen hätten sich die Innenministerien der SPD-geführten Länder kurzfristig darauf geeinigt, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sofortige und uneingeschränkte Unterstützung bei der Bewältigung der Katastrophenlage anzubieten.

«Die Bilder aus den Kreisen Euskirchen und Ahrweiler sind erschreckend», sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD). «Wir hoffen, dass der Regen bald nachlässt und die Rettungs- und Bergungsarbeiten schnell voranschreiten. Unsere Gedanken sind bei den Betroffenen.»

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