Kultusministerium dehnt Aktionsplan für Azubi-Förderung aus

09.07.2021 Die Corona-Pandemie hat sich auch im Bereich der Ausbildung bemerkbar gemacht. Gerade in der Gastronomie und der Veranstaltungsbranche fehlt den Betrieben der Nachwuchs. Das Kultusministerium will Abhilfe schaffen.

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Angesichts Nachwuchsmangels in Betrieben will Niedersachsens Regierung ihr Unterstützungsprogramm für Azubis und Ausbildungsbetriebe erweitern. Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) will heute Neuerungen am bereits bestehenden Aktionsplan vorstellen. Unternehmen sollen unter anderem dabei unterstützt werden, Ausbildungsplätze auch in der Krise weiter vorzuhalten. Zudem sollen junge Menschen mit einer Mobilitätsprämie dazu ermuntert werden, längere Fahrtwege zu einem Ausbildungsplatz in Kauf zu nehmen.

Im Land gibt es nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit Niedersachsen-Bremen derzeit mit 41.095 Bewerbern 5,8 Prozent weniger Interessenten für eine Ausbildung als im Vorjahr. Landesweit gibt es demnach 49.258 Ausbildungsstellen, davon waren im Juni noch 23.938 Stellen unbesetzt. Das Land Bremen hat hingegen mit 3939 Berufsanfängern 10,8 Prozent mehr Bewerber als 2020.

Angebot und Nachfrage seien regional zum Teil sehr unterschiedlich verteilt, heißt es von der Agentur für Arbeit. Während in Wolfsburg jeder Bewerberin oder jedem Bewerber rechnerisch 2,7 freie Ausbildungsplätze zur Wahl stünden, seien es in Delmenhorst nur 0,47 und in der Region Hannover 0,96.

Vor allem die Hotel- und Veranstaltungsbranche ist den Angaben zufolge wegen der Corona-Pandemie von Azubi-Mangel betroffen. Auch die Ausbildung bei Köchen und Friseuren sei in diesem Jahr weniger gefragt. Mehr Interessenten gäbe es hingegen in anderen Branchen, etwa der Elektrotechnik und der Malerei.

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