Sicherungsverfahren gegen 21-Jährigen: Zwei Toten in Klinik

28.06.2021 Nach dem gewaltsamen Tod von zwei Menschen in der Psychiatrischen Klinik Lüneburg beginnt das Sicherungsverfahren vor dem Landgericht gegen den mutmaßlichen Täter am Donnerstag. Der 21-Jährige ist wegen Totschlags in zwei Fällen, Nötigung, gefährlicher Körperverletzung sowie versuchter gefährlicher Körperverletzung in Tateinheit mit Widerstand und tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte angeklagt, teilte das Gericht am Montag mit. Die Staatsanwaltschaft strebt die dauerhafte Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Staatsanwaltschaft legt dem Mann mit syrischer Staatsangehörigkeit zur Last, im Zustand der krankheitsbedingt aufgehobenen Schuldfähigkeit am 19. Februar zwei Mitpatienten im Alter von 54 und 56 Jahren getötet zu haben. Im Anschluss habe er drei Krankenschwestern mit einem Stuhl zurückgedrängt und eine von ihnen an Kopf und Hand verletzt. Im weiteren Verlauf habe er mit dem Stuhl und einer Tasse nach vier Polizeibeamten geworfen, diese aber verfehlt. Der Mann war kurz zuvor freiwillig als Patient in die Klinik gegangen. Der Beschuldigte ist einstweilig untergebracht.

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