Bundespräsident erinnert an sowjetische Kriegsgefangene

14.06.2021 Zum 80. Jahrestag des deutschen Angriffs auf die Sowjetunion 1941 erinnert Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei einer Reihe von Veranstaltungen an die Millionen Opfer. Zum Auftakt besucht er heute (11.00 Uhr) das ehemalige Kriegsgefangenenlager Sandbostel im Norden von Niedersachsen. Der Präsident will mit Mitarbeitern der Gedenkstätte und Hinterbliebenen von Opfern reden, er wird auch einen Kranz auf dem früheren Lagerfriedhof niederlegen.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier spricht. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Unter den mehreren Hunderttausend Kriegsgefangenen des Lagers im Zweiten Weltkrieg waren auch etwa 70 000 sowjetische Soldaten. Tausende von ihnen starben an Misshandlungen, Zwangsarbeit, Krankheit und Hunger. Am 18. Juni will Steinmeier als erster Bundespräsident das Deutsch-Russische Museum in Berlin-Karlshorst besuchen und dort eine Rede zum Gedenktag halten. Am 22. Juni folgt nach Angaben des Bundespräsidialamtes eine Kranzniederlegung am sowjetischen Ehrenmal Schönholzer Heide in Berlin.

Das nationalsozialistische Deutschland hatte am 22. Juni 1941 die Sowjetunion angegriffen. Die Sowjetunion verlor im Krieg etwa 27 Millionen Menschen, so viele wie kein anderes Land. Allein drei Millionen sowjetische Soldaten starben in deutscher Gefangenschaft.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News