Viel Konkurrenz bei Niedersachsens Grünen für den Bundestag

25.05.2021 Mit vielen Kampfkandidaturen werden die niedersächsischen Grünen kommendes Wochenende (29./30.5.) in Oldenburg ihre Liste für die Bundestagswahl im September aufstellen. Die Landesvorsitzenden Anne Kura und Hans-Joachim Janßen sehen in der Konkurrenz aber kein Problem. Die richtige Mischung auf der Wahlliste sei der Partei wichtig, sagte Kura am Dienstag in Hannover bei einer Online-Pressekonferenz. «Die Bundestagswahl in diesem Herbst ist eine Richtungsentscheidung für unser Land», sagte Janßen. Die Folgen von Corona und die Klimakrise müssten gleichzeitig bewältigt werden.

Hans-Joachim Janßen und Anne Kura, Landesvorsitzende der niedersächsischen Grünen. Foto: Carmen Jaspersen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach den Statuten von Bündnis 90/Die Grünen sind die Listenplätze mit ungeraden Nummern den Frauen vorbehalten, auf die Plätze mit geraden Nummern können sich auch Männer bewerben. Um Platz eins wetteifern in Absprache die Bundestagsabgeordneten Julia Verlinden aus Lüneburg und Filiz Polat aus Bramsche. Die Unterlegene will es dann auf Platz fünf versuchen.

Um Platz zwei konkurrieren der Bundestagsabgeordnete Sven-Christian Kindler und Ex-Landesumweltminister Stefan Wenzel. Der bisherige Spitzenmann der niedersächsischen Grünen, Ex-Bundesumweltminister Jürgen Trittin, will in Absprache mit Kindler auf Platz vier. Absehbar wird also einer der Männer nach hinten durchgereicht werden. Dabei tritt auf Platz sechs ein weiteres politisches Schwergewicht an: Frank Bsirske, früher Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi.

Zuletzt stellten die niedersächsischen Grünen sechs Abgeordnete im Bundestag. Angesichts der erwarteten Stimmengewinne am 26. September rechnet Janßen aber künftig mit 16 Vertretern, vielleicht noch mehr. Dementsprechend lang soll sicherheitshalber die Landesliste werden. «Wir werden 40 Listenplätze wählen», sagte er.

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