Erdbeerernte im Freiland lässt noch auf sich warten

24.05.2021 Erdbeeren selbst zu pflücken, macht vor allem Familien mit Kindern Spaß. Auf das Freiluftvergnügen auf dem Erdbeerfeld müssen die Fans aber noch ein wenig warten.

Geerntete Erdbeeren liegen in Körbchen. Foto: Andreas Arnold/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Ernte von Erdbeeren im Freiland wird wegen des kalten und regnerischen Wetters auf niedersächsischen Feldern erst in ein paar Wochen losgehen. Frühestens im Juni werde seiner Ansicht nach die Freilandernte starten, sagte der Sprecher der niedersächsischen Spargel- und Beerenanbauer, Fred Eickhorst: «Im Mai auf keinen Fall.» Die beliebten Felder zum Selberpflücken werden demzufolge ebenfalls erst in einigen Wochen für ihre Kundschaft öffnen können. Derzeit sei relativ wenig Ware aus Niedersachsen auf dem Markt, sagte Eickhorst.

Ware aus der Region stammt nach Angaben der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Oldenburg derzeit vor allem aus Gewächshäusern. Die dort geerntete Hauptsorte ist inzwischen die «Mailing Centenary». In den Folientunneln auf den Feldern wird zudem auch die Frühsorte «Clery» angebaut. Inzwischen stammt ein Teil der Erdbeeren aber auch von immertragenden Sorten, bei denen bis in den Herbst hinein geerntet werden kann.

Weder die teils sehr tiefen Temperaturen im Februar mit bis zu minus 20 Grad noch die wiederholten Spätfröste im April haben den Kammer-Experten zufolge Schäden bei den Pflanzen verursacht.

Laut Statistischem Landesamt bauten im vergangenen Jahr in Niedersachsen 258 Betriebe auf 3285 Hektar Erdbeeren im Freiland an. Im Jahr 2019 waren es noch 274 Betriebe. Die Anbaufläche unter Schutzabdeckung wuchs im Vergleich zu 2019 von 156 Hektar auf 165 Hektar. Im Freiland ernteten die Betriebe im vergangenen Jahr 30 300 Tonnen Erdbeeren (2019: 26 200 Tonnen). Im geschützten Anbau wurden 3800 Tonnen geerntet (2019: 3700 Tonnen)

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