Impfterminvergabe für Menschen ab 60 soll Ende April starten

17.04.2021 Wer über 60 Jahre alt ist, soll sich ab dem 26. April in Niedersachsen telefonisch oder online auf die Warteliste für eine Corona-Impfung mit dem Stoff von Astrazeneca setzen können. Das teilte das Gesundheitsministerium am Samstag in Hannover mit. «Nach dem Impfwochenende am 24. und 25. April werden wir einen Großteil der Personen, die älter sind als 70 Jahre und sich impfen lassen möchten, mindestens einmal geimpft oder mit Impfterminen versorgt haben», sagte Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD). Zudem würden in nächster Zeit weitere Lieferungen des Impfstoffes von Astrazeneca erwartet, die für die über 60-Jährigen vorgesehen sind.

Eine Flüssigkeit tropft aus der Kanüle einer Spritze. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Illustration © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Gesundheitsministerin wies in einer Mitteilung auf die Empfehlung der ständigen Impfkommission (Stiko) für Impfungen mit dem Astrazeneca-Mittel in dieser Altersgruppe hin. «Dieser Impfstoff schützt ausgesprochen wirksam vor einer Covid-Infektion und schweren Krankheitsverläufen», sagte Behrens. Das Risiko für schwere Nebenwirkungen in Folge einer Impfung sei in dieser Altersgruppe verschwindend gering - insbesondere im Vergleich zum deutlich erhöhten Risiko einer schweren Covid-Erkrankung bei Älteren.

In den niedersächsischen Impfzentren werden derzeit Angehörige der Prioritätsgruppen 1 und 2 geimpft, also unter anderem viele über 70-Jährige sowie Menschen mit bestimmten schweren chronischen Erkrankungen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums haben mittlerweile aber schon mehr als 41 Prozent aller über 60-Jährigen in Niedersachsen eine Corona-Impfung erhalten, da sie zu den Prioritätsgruppen 1 und 2 gehören - also entweder 70 Jahre unter älter sind oder etwa einen medizinischen Grund haben.

«Wir können die Priorisierung hoffentlich schon bald nach und nach aufheben, Stand heute sind wir aber noch nicht so weit», sagte Behrens. Solang der Impfstoff knapp sei, müssten die besonders gefährdeten Personengruppen vorrangig geimpft werden. Die Ministerin bat daher auch diejenigen, die älter als 70 Jahre sind, und bislang noch keine Impfung erhalten haben, sich zeitnah anzumelden.

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