Drese: Wer ungeimpft ist, ist ungeschützt

04.12.2021 Einen hundertprozentigen Schutz durch Corona-Schutzimpfungen gibt es nicht. Doch wird die Infektionsgefahr gemindert, und schwere Krankheitsverläufe sind dann die Ausnahme. Gesundheitsministerin Drese verweist auf statistische Daten und wirbt für das Impfen.

Fünf Spritzen für die Impfung gegen das Sars-CoV-2-Virus liegen bereit. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die aktuelle Infektionslage belegt nach den Worten von Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) eindeutig die dämpfende Wirkung der Corona-Schutzimpfungen. Ungeimpfte infizierten sich in Mecklenburg-Vorpommern etwa zehn Mal häufiger mit dem Virus als Geimpfte. «Das zeigt: Wer ungeimpft ist, ist ungeschützt», sagte Drese unter Verweis auf Daten des Landesamtes für Gesundheit und Soziales.

Demnach wurden in der letzten Novemberwoche im Nordosten 1091 Geimpfte positiv auf Corona getestet. Das waren gut 100 weniger als in der Woche davor. Bei den Ungeimpften waren es 5330 und damit 2300 mehr. Die Sieben-Tage-Inzidenz bei Ungeimpften lag bei knapp 1000, bei Geimpften hingegen bei etwa 100. Der Wert gibt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb einer Woche je 100.000 Menschen an. «Die Zahlen lassen nur einen Schluss zu: Vor allem Ungeimpfte stecken vor allem Ungeimpfte an», schlussfolgerte Drese. Unter den schweren Krankheitsverläufen seien Ungeimpfte zudem deutlich überproportional vertreten.

In Mecklenburg-Vorpommern sind laut Gesundheitsamt inzwischen fast 1,1 Millionen Menschen vollständig geimpft. Mehr als 500.000 haben noch keine Impfung erhalten. Darunter sind allerdings auch Kinder unter 12 Jahren, für die es bislang noch keine Impfempfehlung gibt. Unter allen Altersklassen ist die Inzidenz bei den 5- bis 14-Jährigen am höchsten, gefolgt von der Gruppe der 15- bis 34-Jährigen. Die geringste Inzidenz weist die Statistik für die Menschen ab 80 aus, die Ende vorigen Jahres noch am stärksten betroffen waren und häufig schwerste Verläufe bis hin zum Tod erlitten.

Drese erneuerte ihren Appell, die Impfangebote zu nutzen und damit einen entscheidenden Beitrag zur Überwindung der Pandemie zu leisten. Doch räumte sie ein, dass das Impftempo - insbesondere bei den Auffrischungsimpfungen - durch einen Mangel an Impfstoff gebremst werde. «Die Kontingentierung der Impfstoffe durch den Bund ist für mich nicht nachvollziehbar. Wir brauchen einen kräftigen Schub. Und da setze ich auf die Wirkung des neu eingesetzten Krisenstabs in Berlin, der für ausreichend Nachschub sorgen muss», sagte Drese.

Laut Robert Koch-Institut sind in Mecklenburg-Vorpommern inzwischen 67,2 Prozent der Menschen vollständig geimpft. Damit liegt der Nordosten weiter unter dem bundesweiten Durchschnitt von zuletzt 68,8 Prozent und weit hinter Spitzenreiter Bremen, der eine Quote von 80,4 Prozent aufweist.

© dpa-infocom GmbH

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