Unternehmen spüren Personalmangel und Lieferengpässe

28.10.2021 Die Unternehmen im Bezirk der Industrie- und Handelskammer Rostock spüren nach der coronabedingten Durststrecke weitere potenzielle Wachstumsdämpfer. Wie der IHK-Hauptgeschäftsführer Thorsten Ries am Donnerstag bei der Vorstellung der Herbstumfrage zur Konjunkturentwicklung sagte, zählten dazu die Lieferengpässe bei der Beschaffung von Energie, Rohstoffen und Vorprodukten sowie die damit verbundenen Preissteigerungen. Auch der Personalmangel und die steigenden Arbeitskosten stellten eine Hypothek für den wirtschaftlichen Erholungsprozess dar.

Thorsten Ries sitzt in seinem Büro. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Gleichzeitig habe der IHK-Geschäftsklimaindex einen Sprung um 22 Punkte gemacht. Er erreiche mit 121 Indexpunkten einen Wert, der leicht über dem Vor-Corona-Niveau liegt. «Die deutliche Mehrheit der Unternehmen verzeichnet wieder gute Geschäfte und blickt positiver in die nähere Zukunft», betonte Ries. Dies zeige sich in den merklich gewachsenen Investitionsabsichten und einer erhöhten Bereitschaft der Betriebe, Personal einzustellen. Erstmals seit dem Frühsommer 2019 berichteten die Unternehmen über gewachsene und überdurchschnittliche Auftragsbestände. Ries wertete dies als Zeichen dafür, dass der Aufschwung deutlich mehr als ein Strohfeuer sein könne.

In der Umfrage bewerteten 50 Prozent der Unternehmen ihre momentane Situation als gut. Der Anteil der negativen Bewertungen schrumpft im Vergleich zur letzten Umfrage im Mai von 35 auf zehn Prozent. Fast ein Viertel der Unternehmer blickten hoffnungsvoller in die nähere Zukunft und gehen von einer weiteren Geschäftsverbesserung aus.

Bereits in der Vorwoche hatten die beiden anderen Industrie- und Handelskammern des Landes über ähnliche Umfrageergebnisse berichtet. In Neubrandenburg stieg der Konjunkturklimaindex mit 125 auf das Niveau von Ende 2019, in Schwerin wurden sogar 126,6 Punkte festgestellt.

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