Tödlicher Motorradunfall: Verdacht der fahrlässigen Tötung

30.09.2021 Ein Motorradfahrer prallt mit einem Transporter zusammen und stirbt. Der stark alkoholisierte Fahrer des Wagens fährt weiter - und meldet sich später bei der Polizei.

Ein Krankenwagen fährt mit Blaulicht auf einer Straße. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Auf einer Kreisstraße bei Leezen nahe Schwerin ist ein Motorradfahrer bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. In dem Zusammenhang wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung gegen den Fahrer eines Transporters ermittelt, der nach dem Unfall geflohen sein soll, wie die Polizei in Ludwigslust am Donnerstag mitteilte. Der Motorradfahrer war in der Nacht zu Donnerstag an einer Einmündung in Zittow mit dem Transporter zusammengestoßen. Der Geschädigte wurde erst später durch eine zufällig vorbeikommende Polizeistreife entdeckt, die dem Mann aber nicht mehr helfen konnte.

Kurz nach dem Fund habe sich der mutmaßliche Unfallfahrer des Transporters telefonisch bei der Polizei gemeldet. Die Ermittlungen ergaben, dass der 31 Jahre alte Mann stark alkoholisiert war, keine gültige Fahrerlaubnis besitzt, und sich in einem Nachbarort in der Wohnung eines Bekannten aufhielt. Ein Atemalkoholtest habe 4,3 Promille ergeben. Die Polizei veranlasste zwei Blutproben, um seinen genauen Blutalkoholwert zum Unfallzeitpunkt zu bestimmen.

Bei dem Getöteten handelt es sich laut Polizei um einen 37-jährigen Kradfahrer aus Westmecklenburg. Gegen den Transporterfahrer, an dessen Fahrzeug entsprechende Unfallspuren gefunden wurden, werde außerdem wegen unterlassener Hilfeleistung und Unfallflucht ermittelt.

Bei einem weiteren Unfall am Donnerstag wurde im Kreis Ludwigslust-Parchim eine 42-jährige Autofahrerin schwer verletzt. Ihr Wagen hatte sich auf der Autobahn 14 am Morgen nahe Goldenstädt überschlagen. Die A14 war Richtung Norden zeitweise gesperrt.

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