Wahlkampf: AfD kritisiert Energie- und Corona-Politik

24.09.2021 Die AfD Mecklenburg-Vorpommern hat zum Abschluss ihres Wahlkampfes die Energiepolitik und das Krisenmanagement von Bund und Land in der Corona-Pandemie kritisiert. Unrealistische Klimaziele sorge nur für weiter steigende Preise bei Strom- und Kraftstoff, sagte Landeschef Leif-Erik Holm am Freitagabend in Schwerin vor etwa 70 Anhängern. Die Folgen bekämen vor allem auch Berufspendler zu spüren. Holm sprach sich dafür aus, Atomkraftwerke länger am Netz zu lassen. «Das ist eine Brückentechnologie, die wir brauchen», sagte er. Von etwa 30 Gegendemonstranten kam Protest.

Das AfD Logo am Eingang zum Fraktionssaal der AfD im Deutschen Bundestag. Foto: Michael Kappeler/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Auch der AfD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl, Nikolaus Kramer, kritisierte zwei Tage vor der Entscheidung die Corona-Beschlüsse. «Wir werden seit über 18 Monaten mit restriktiven Maßnahmen gegängelt», sagte Kramer. Holm nahm die Entwicklung in Afghanistan nach der Machtübernahme der Taliban zum Anlass, verschärfte Grenzkontrollen zu fordern. «Die Grenzen stehen nach wie vor sperrangelweit offen», sagte er. Dies dürfe nicht zugelassen werden. «Deutschland soll das Land der Deutschen bleiben.»

Jüngste Umfragen sehen die AfD im Land bei 15 bis 18 Prozent. Kramer äußerte sich zuversichtlich, ein besseres Ergebnis erzielen zu können. 2016 war die AfD aus dem Stand mit 20,8 Prozent zweitstärkste Kraft im Landtag geworden.

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