TV-Debatte: Tempo bei Energiewende umstritten

14.09.2021 Das Tempo bei der Energiewende bleibt in Mecklenburg-Vorpommern umstritten. Der Spitzenkandidat der FDP für die Landtagswahl, René Domke, sprach sich in der TV-Sendung des NDR am Dienstag in Schwerin dafür aus, neue Windparks nur dann zu bauen, wenn auch die Frage der Speicherung und des Transport des Ökostroms gesichert ist. Andernfalls müssten die Verbraucher in Mecklenburg-Vorpommern weiterhin die höchsten Strompreise zahlen und die Akzeptanz für Windräder schwinde weiter. «Das ist Wahnsinn», sagte Domke.

Die Spitzenkandidaten für die Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern Simone Oldenburg (l), von den Linken, Anne Shepley (M), von den Grünen, und Rene Domke von der FDP stehen nach dem Rededuell im NDR-Landesfunkhaus. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Grünen-Spitzenkandidatin Anne Shepley hielt dem entgegen: «Wahnsinn ist der Klimawandel.» Wenn die erneuerbaren Energien nicht zügig ausgebaut würden, könnten die Klimaziele nicht erreicht und nachfolgenden Generationen könne keine lebenswerte Welt hinterlassen werden.

Die Spitzenkandidatin der Linken, Simone Oldenburg, forderte vergünstigte Strompreise für Anlieger von Windparks. Zudem müsse es eine «verzahnte Entwicklung» von Ökostromerzeugung und neuen Speichertechnologien wie etwa Wasserstoff geben.

Horst Förster von der AfD nannte die Energiewende eine «Phantasie der Politik». Der wachsende Strombedarf des Industrielandes Deutschland könne nicht allein mit Windkraft gedeckt werden. Der rasche Ausstieg aus der Atomenergie sei ein fundamentaler Fehler, betonte Förster, der in der TV-Debatte den erkrankten AfD-Fraktionschef Nikolaus Kramer vertrat.

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