AfD fordert kürzere Quarantäne für Schüler

01.09.2021 Schüler, die Kontakt mit positiv auf Corona getesteten Mitschülern hatten, sollten nach Ansicht der AfD-Landtagsfraktion wie in Berlin nur noch fünf statt 14 Tage in Quarantäne geschickt werden. Berlin handele richtig, indem es Quarantänezeiten verkürze, erklärte der bildungspolitische Sprecher der größten Oppositionsfraktion, Jens-Holger Schneider, am Mittwoch. «Es gilt, jetzt mit Infektionen so leben zu lernen, dass der Schulbetrieb nicht wieder lahmgelegt wird.»

FFP2-Masken mit CE-Zertifizierung liegen auf einem Tisch. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Illustration © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Berliner Kinder und Jugendliche müssen als Kontaktpersonen infizierter Mitschüler in Zukunft nur noch fünf Tage in Quarantäne. Das Gleiche gelte für Kitakinder, teilte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci nach einer Sitzung des Senats am Dienstag mit. «Ein großer Anteil der Infektionen entsteht prozentual in den ersten fünf Tagen», sagte die SPD-Politikerin. «Es gibt dann immer noch ein Restrisiko, dass zwischen dem 6. und 14. Tag trotzdem eine Infektion stattfinden kann.» Der Senat halte dieses Restrisiko jedoch für vertretbar.

In Mecklenburg-Vorpommern sei eine solche Regelung bislang nicht im Gespräch, sagte ein Sprecher der Schweriner Staatskanzlei auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Allerdings muss nicht jeder Mitschüler gleich in Quarantäne: Gibt es nur einen oder zwei Infektionsfälle in einer Klasse, werden die Mitschüler täglich getestet und müssen in der Schule Maske tragen. Erst ab dem dritten Fall geht die ganze Klasse in Quarantäne - für 14 Tage. Zu Wochenbeginn waren mehr als 700 der rund 155.000 Schülerinnen und Schüler im Land in Quarantäne und konnten so nicht am Präsenzunterricht teilnehmen. Nachgewiesen infiziert waren von ihnen rund 140.

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