Schwesig: Für Mecklenburg-Vorpommern wäre 2G verfrüht

31.08.2021 Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) will eine sogenannte 2G-Regel wie in Hamburg derzeit nicht in ihrem Bundesland einführen. «Ich denke, dass wir weiter auf 3G setzen müssen», sagte sie im Interview des Radiosenders Bayern 2 des Bayerischen Rundfunks. In Hamburg können Veranstalter und Wirte seit Samstag selbst entscheiden, ob sie nur Geimpfte und Genesene einlassen, die dann weitgehend von den Corona-Einschränkungen befreit sind, oder ob sie weiter das 3G-Modell nutzen wollen - also auch aktuelle Tests akzeptieren.

Manuela Schwesig (SPD) spricht. Foto: Danny Gohlke/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mit einer Landesinzidenz von 30 sei die Lage noch stabil, sagte Schwesig. «Wir haben ein Ampelsystem entwickelt, was nicht allein die Inzidenz, sondern auch die Krankenhausbelastung, die Intensivstationsbelastung und auch den Impffortschritt berücksichtigt.» Im Gegensatz zu den vergangenen Wellen sei ein Großteil der Bevölkerung geimpft. «Und wir werben ganz klar dafür: impfen, impfen, impfen. Das ist der beste Schutz.»

Mit Blick auf die Landtagswahl in einem knappen Monat zeigt sich die Ministerpräsidentin trotz der guten Umfragewerte für ihre Partei kämpferisch. «Das sind Umfragen. Und das sind gute Umfragen. Und sie bestätigen auch die gute Regierungsarbeit der letzten Jahre, aber es sind noch keine Wahlergebnisse, sagte Schwesig. Deshalb sei es wichtig, den Menschen zu sagen, dass es wichtig sei, dass alle zur Wahl gingen. «Dass alle demokratisch wählen, denn wir wollen ein geringes Ergebnis für die AfD.»

Zuletzt lag die SPD von Schwesig in einer am 26. August veröffentlichten repräsentativen Befragung von Infratest-dimap im Auftrag von NDR, «Schweriner Volkszeitung» und «Ostsee-Zeitung» bei 36 Prozent. Die CDU lag demnach bei 15 Prozent und damit hinter der AfD, die bei 17 Prozent gesehen wurde. Die Linke würden der Umfrage zufolge 11 Prozent der Befragten wählen, die FDP 8 Prozent und die Grünen 6 Prozent.

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