Unterricht wieder ohne Maske: Inzidenz in Rostock über 50

16.08.2021 Der Schulbesuch in Mecklenburg-Vorpommern ist seit Montag wieder ohne Mund-Nasen-Schutz erlaubt. Wie angekündigt, wurde die seit dem Schulstart am 2. August geltende Maskenpflicht an den Schulen des Landes bis auf weiteres ausgesetzt. Anton Fischer vom Landesschülerrat begrüßte dies als große Erleichterung. «Acht Stunden am Tag mit Maske sind für niemanden einfach zu ertragen. Es leidet die Konzentration und die Kommunikation natürlich auch», sagte Fischer. Er äußerte jedoch Verständnis für die Vorsichtsmaßnahme unmittelbar nach den Ferien.

Ein Mund-Nasen-Schutz liegt während des Unterrichts auf einem Atlas. Foto: Matthias Balk/dpa/Illustration © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Auch der Landeselternrat hatte die nun in Kraft getretene Lockerung begrüßt, zugleich aber flankierende Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus verlangt. Dazu gehöre die Ausstattung der Schulen mit Luftfilteranlagen, sagte der Vorsitzende Kay Czerwinski.

Mit der Maskenpflicht sollte nach Angaben des Bildungsministeriums verhindert werden, dass Reiserückkehrer aus Risikogebieten das Coronavirus in die Schulen tragen. Regelmäßige Tests sollen zudem dafür sorgen, dass Infektionen bei Schülern und Schulpersonal frühzeitig erkannt werden und einer Ausbreitung entgegengewirkt werden kann.

Die Ampelregelungen mit abgestuften und lokalen Reaktionen ohne flächendeckende Schulschließungen wie im vorigen Schuljahr seien ein guter Weg, Präsenzunterricht sicherzustellen, sagte Fischer.

In Rostock droht unterdessen der Unterricht ohne Maske nur ein kurzes Intermezzo zu werden. In der Hansestadt war die Sieben-Tage-Inzidenz am Sonntag über den Wert von 50 geklettert und Rostock daraufhin in die Ampelstufe Orange gerutscht. Bleibt es drei Tage in Folge bei dieser Einstufung, gilt nach Angaben des Bildungsministeriums dort ab Mittwoch wieder die Maskenpflicht an Schulen.

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