Elternrat fordert mehr Luftfilter an Schulen

15.08.2021 Der Landeselternrat unterstützt die Aussetzung der Maskenpflicht an den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern, fordert aber flankierende Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus unter Schülern. «Ziel muss ganz klar der vollumfängliche Präsenzunterricht für alle Schüler im Land sein. Dem muss sich alles unterordnen», forderte am Sonntag der Elternratsvorsitzende Kay Czerwinski. Er erneuerte seine Kritik an der fehlenden Ausstattung der Schulen mit Luftfilteranlagen. Während andere Bundesländer alle Klassenräume bis zu den Herbstferien mit solchen Geräten ausstatten wollten, habe dies die Landesregierung in Schwerin mit ihrem zögerlichen Handeln verschlafen.

Ein Luftfilter der Firma Miele steht in einem Klassenraum. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In Mecklenburg-Vorpommern bestand für die ersten zwei Schulwochen nach den Ferien Maskenpflicht, um Ansteckungen durch Reiserückkehrer aus Risikogebieten möglichst einzudämmen. Diese Pflicht bleibt von Montag an ausgesetzt. Nach Erhebungen des Landesamtes für Gesundheit und Soziales wurden vom 2. bis zum 12. August etwa 40 Schüler positiv auf das Coronavirus getestet und mussten daraufhin der Schule fernbleiben. Der neuen Corona-Schulverordnung des Landes zufolge sollen Schulen bei Überschreitung eines bestimmten Inzidenzwertes nicht mehr präventiv geschlossen werden.

Czerwinski äußerte sich froh darüber, dass «wirklich sehr selektiv mit positiv getesteten Schülern umgegangen wird und nicht ganze Klassen, Klassenstufen oder sogar Schulen in Quarantäne geschickt werden». Distanzlernen und Wechselunterricht - wie im vorigen Schuljahr fast an der Tagesordnung - dürfe es nicht mehr geben. «Die mit diesen Maßnahmen ausgelösten psychosozialen Erkrankungen bei Kindern sind sehr viel gravierender als die Infektion mit Corona», sagte Czerwinski unter Hinweis auf die in der Regeln milden Krankheitsverläufe bei Kindern.

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