Grüne: Klimaschutzgesetz mit CO2-Minderungszielen für MV

11.08.2021 Die Grünen in Mecklenburg-Vorpommern setzen für die kommenden fünf Jahre ambitionierte Ziele im Klimaschutz. «Wir haben die Chance, in dieser Legislaturperiode unseren CO2-Ausstoß pro Kopf zu halbieren», sagte ihr Spitzenkandidat für die Landtagswahl, Harald Terpe, bei einer Wahlkundgebung am Mittwoch in Schwerin. Er forderte ein Klimaschutzgesetz für das Land mit verbindlichen CO2-Minderungszielen. «Das möchten wir sofort nach dem Einzug in den Landtag auf den Weg bringen.» Kohlendioxid (CO2) entsteht bei der Verbrennung und gilt als Mitverursacher des Treibhauseffekts auf der Erde.

Harald Terpe schaut in die Kamera. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Trotz zuletzt deutlich gesunkener Umfragewerte haben die Grünen im Nordosten gute Chancen, nach fünf Jahren Pause wieder in den Landtag einzuziehen. Mitte Juli lagen sie im Land bei sieben Prozent. Bei der Wahl 2016 war die Partei knapp an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert.

Anne Shepley, die zusammen mit Terpe die Grünen in den Wahlkampf führt, beklagte Stagnation beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Dabei könne die Branche ein Jobmotor für Mecklenburg-Vorpommern werden. Bisher seien dort 14.000 Jobs entstanden. «Aber die Landesregierung steht beim Ausbau der erneuerbaren Energien auf der Bremse», sagte Hhepley mit Blick auf die Energiepolitik von SPD und CDU.

Bundesparteichef Robert Habeck, der Gast der Wahlkundgebung war, räumte ein, dass Windkraftanlagen «nicht besonders schön» seien. Sie würden aber gebraucht, um bei der Stromproduktion auf Kohle und Atomkraft verzichten zu können. «Anders wird es nicht funktionieren.»

Die Kundgebung mit rund 300 Teilnehmern in Schwerin war nach Angaben der Grünen der Auftakt für eine Tour der Spitzenkandidaten Shepley und Terpe durch Mecklenburg-Vorpommern. Geplant seien Besuche in Unternehmen, Treffen mit Initiativen und Vereinen sowie Gespräche mit Bürgern, in denen es um die Gestaltung der Zukunft für das Land gehen solle.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News