Einbruchserie: Haftbefehle gegen zwei Verdächtige erlassen

11.08.2021 Über fast ein Jahr soll eine Gruppe von Einbrechern in 75 Häuser im Kreis Vorpommern-Greifswald eingestiegen sein - zum Teil als die Bewohner schliefen. Ein Gericht hat nun Haftbefehle gegen zwei Verdächtige erlassen.

Blick auf die Justitia über dem Eingang eines Landgerichts. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das Stralsunder Amtsgericht hat im Zusammenhang mit einer monatelangen Einbruchserie bei Wohn- und Ferienhäusern in Vorpommern Haftbefehle gegen zwei Männer erlassen. Das Gericht folgte den Anträgen der Staatsanwaltschaft am Mittwoch, die den Männern besonders schweren Diebstahl und Beihilfe dazu vorgeworfen hat, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch sagte. Seit September 2020 waren zwischen Greifswald, Wolgast, Trassenheide und Zinnowitz 75 Einbrüche verübt worden, die der Serie zugerechnet werden.

Ein 26-jähriger Verdächtiger, der mutmaßliche Haupttäter, war nach wochenlangen Ermittlungen am Dienstagfrüh auf einer Straße in Trassenheide auf der Insel Usedom gefasst worden. Der 57-jährige mutmaßliche Komplize wurde später in der Region Wolgast gefasst.

Der jüngere Verdächtige habe sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert, sagte der Sprecher. Der 57-Jährige, der bei den Einbrüchen und beim Verkauf der Beute geholfen und dem Jüngeren Unterkunft gewährt haben soll, bestreite eine Beteiligung.

Bei einem Teil der Einbrüche schliefen die Bewohner, während der oder die Einbrecher Zimmer durchwühlten und Bargeld, Schmuck und technische Geräte mitgehen ließen. Manche Bewohner waren unterwegs. Der Gesamtschaden wird auf 130.000 Euro geschätzt. Davon entfällt knapp die Hälfte auf mehr als 30 Einbrüche im Norden der Insel Usedom, Karlshagen, Mölschow oder Zinnowitz. Bei Durchsuchungen wurden Teile der Beute und Beweismittel sichergestellt. Als Tatmotiv vermuten die Ermittler Bereicherung bei den Tätern.

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