Fehlender Mund-Nasen-Schutz führt Polizisten zu Kriminellen

09.08.2021 Weil sie im Güstrower Bahnhofsgebäude ohne Mund-Nasen-Bedeckung unterwegs waren, sind zwei Kriminelle der Polizei ins Netz gegangen. Wie die Bundespolizei mitteilte, waren die beiden am Sonntagabend den Beamten aufgefallen und dann fahndungsmäßig überprüft worden. Dabei sei aufgefallen, dass die zwei Deutschen mit Haftbefehlen gesucht wurden.

«Polizei» steht auf der Uniform eines Polizisten. Foto: Jens Büttner/zb/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Gegen einen 40-Jährigen habe ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Osnabrück vorgelegen. Er hatte demnach eine Geldstrafe von insgesamt 800 Euro, zu der ihn das Amtsgericht Osnabrück wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Trunkenheit im Verkehr und Fahrens ohne Fahrerlaubnis verurteilt hatte, nicht gezahlt. Nach seiner Festsetzung in Güstrow habe der Mann einen Freund verständigt, der genug Geld beim Polizeirevier Teterow einzahlte, so dass er nicht ins Gefängnis musste.

Sein 36-jähriger Begleiter sei gleich mit zwei Haftbefehlen durch die Staatsanwaltschaft Rostock gesucht worden. Das Amtsgericht Rostock habe 2019 Strafbefehle ausgestellt, mit denen er zu einer Gesamtstrafe von 2030 Euro wegen des Erschleichens von Leistungen verurteilt wurde. Da der 36-Jährige das Geld nicht aufbringen konnte, wurde er in ein Gefängnis gebracht. Zudem fanden die Beamten bei ihm zwei Tüten mit weißem Pulver, bei denen es sich - nach eigenen Aussagen des Mannes - um Speed handelte. Deswegen laufe nun ein weiteres Strafverfahren gegen ihn.

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