Bundespolizei greift aus Belarus eingereiste Migranten auf

07.08.2021 Die Bundespolizei hat im deutsch-polnischen Grenzbereich nahe Löcknitz (Landkreis Vorpommern-Greifswald) am Samstagvormittag sieben illegal eingereiste Menschen aufgegriffen. Sie seien von Belarus (Weißrussland) über Polen nach Deutschland gekommen und zu Fuß auf der Bundesstraße 104 in Richtung Pasewalk unterwegs gewesen, teilte die Bundespolizei mit. Alle hätten einen Asylantrag gestellt. Es bestehe der Verdacht, dass die Gruppe durch einen Schleuser von Löcknitz aus weiter ins Bundesgebiet gebracht werden sollten.

«Polizei» steht auf der Uniform eines Polizisten. Foto: Jens Büttner/zb/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Derzeit gibt es zwischen der Europäischen Union und Belarus starke Spannungen, weil die frühere Sowjetrepublik absichtlich Migranten über die Grenze etwa nach Litauen lasse. So wurden an der fast 680 Kilometer langen Grenze Litauens zu Belarus zuletzt allein im Juli mehr als 2000 illegale Grenzübertritte von Menschen aus Ländern wie dem Irak oder afrikanischen Staaten registriert, nachdem es im gesamten vergangenen Jahr lediglich 81 gewesen waren.

In der Vergangenheit hatte der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko offen damit gedroht, als Reaktion auf die gegen sein Land verhängten EU-Sanktionen Menschen aus Ländern wie dem Irak, Afghanistan oder Syrien passieren zu lassen. Auch in Deutschland herrscht wegen der Entwicklungen mittlerweile Besorgnis - vor allem, weil befürchtet wird, dass etliche der in Litauen ankommenden Menschen versuchen könnten, weiter in Richtung Westen zu gelangen.

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