Piraten Open Air: Oberverwaltungsgericht bestätigt Auflage

06.08.2021 Die vom Verwaltungsgericht Schwerin angeordneten regelmäßigen Lärmmessungen beim Piraten Open Air in Grevesmühlen (Landkreis Nordwestmecklenburg) bleiben weiter Pflicht. Das Oberverwaltungsgericht in Greifswald wies am Freitag die Beschwerde des Veranstalters gegen diese Auflage zurück. Der Beschluss sei unanfechtbar, hieß es.

Eine Figur der blinden Justitia. Foto: Sonja Wurtscheid/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mit den Messungen soll festgestellt werden, ob die für Mischgebiete aufgrund der Freizeitlärm-Richtlinie des Landes geltenden Immissionshöchstwerte eingehalten werden. Anwohner hatten wegen Lärmbelästigung auf Untersagung des Spielbetriebs geklagt. Sie fühlen sich laut Gericht insbesondere von den Knalleffekten bei Pistolen- und Kanonenschüssen gestört.

Die Spielzeit des Piraten-Spektakels am Stadtrand von Grevesmühlen hatte Ende Juli begonnen. Bei Überschreitung der Maximalwerte für Geräuschspitzen droht dem Veranstalter ein Zwangsgeld. Zudem könnten die Schießgeräusche untersagt werden. Intendant Peter Venzmer wollte sich am Freitag zunächst nicht zu der endgültigen Gerichtsentscheidung äußern, da ihm der Beschluss noch nicht vorlag, wie er sagte.

Nachdem die Saison 2020 wegen der Corona-Pandemie ausgefallen war, startete sie in diesem Jahr später als ursprünglich geplant und wird auch drei Wochen kürzer sein. Bis zum 18. September soll es 50 Vorstellungen des Stücks «Ein Königreich vor dem Wind» geben und damit 18 weniger. Somit dürften auch deutlich weniger als die sonst üblichen rund 60.000 Besucher kommen.

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