Commerzbank: Mehr Baukredite und Wertpapiergeschäft

04.08.2021 Günstige Kredite und fehlende Erlöse auf Sparkonten beeinflussen weiterhin die Anlagestrategien der Bankkunden in Mecklenburg-Vorpommern. «Viele Kunden haben sich im erneuten Lockdown um ihre Geldanlage gekümmert und verstärkt in Wertpapiere investiert», konstatierte am Mittwoch Daniela Rubbert-Göhner, Niederlassungsleiterin der Commerzbank Rostock.

Der Schriftzug der Commerzbank hängt über einer Filiale der Bank. Foto: Marius Becker/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

So sei das Depotvolumen bei der Bank im Nordosten bis zur Jahresmitte um 21 Prozent auf 650 Millionen Euro angewachsen. Bei Wertpapiersparplänen mit monatlichen Investitionen sei die Zahl der Neuabschlüsse um gut 26 Prozent gestiegen. Rubbert-Göhner rechnet damit, dass die Wertpapieranlage angesichts anhaltender Negativzinsen und steigender Inflation weiter gefragt bleibt. 60 Prozent aller An- und Verkäufe würden in Mecklenburg-Vorpommern inzwischen online oder mobil durchgeführt.

Ein deutlicher Zuwachs bei der Baufinanzierung zeige zudem, dass der Wunsch nach einer eigenen Immobilie weiter zugenommen habe. So seien in den ersten sechs Monaten des Jahres Baukredite im Umfang von 92 Millionen Euro vergeben worden. Das entspreche einem nochmaliges Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Rubbert-Göhner verwies darauf, dass die Digitalisierung im Bankgeschäft weiter voranschreite und immer mehr Kunden digitale Beratungsangebote und die Banking-App nutzten. Die Commerzbank, die nach eigenen Angaben im Nordosten 109.000 Privat- und Unternehmerkunden sowie 590 größere Firmenkunden betreut, setzt zunehmend auf digitale Kundenberatung und reduziert auch in Mecklenburg-Vorpommern ihr Filialnetz. Vier der bislang elf Bankfilialen im Nordosten sollen geschlossen werden.

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