Feldbrände mit hohen Schäden: Zwei verletzte Feuerwehrleute

18.07.2021 In Mecklenburg-Vorpommern läuft die Getreideernte auf Hochtouren. Bei Hitze bis zu 30 Grad kommt es immer wieder zu Feldbränden mit hohen Schäden. Am Wochenende wurden auch zwei Feuerwehrleute verletzt.

Ein Feuerwehrfahrzeug steht auf dem Hof eines Feuerwehrgerätehauses. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bei Feldbränden sind am Wochenende in Mecklenburg-Vorpommern zwei Feuerwehrleute verletzt und mindestens fünf Fahrzeuge und Erntemaschinen zerstört worden. Wie Polizeisprecher am Sonntag erläuterten, ereigneten sich die Brände bei schwülwarmem Wetter am Samstag bei Sarmstorf (Landkreis Rostrock), Groß Miltzow und Rekentin (Vorpommern-Rügen) sowie in Nienhagen, einem Ortsteil von Rostock. Der Gesamtschaden wird auf rund 580 000 Euro geschätzt.

Bei Groß Miltzow hatten Feuerwehrleute von acht Wehren einen durch einen Mähdrescher verursachten Brand auf einem Stoppelacker bereits gelöscht. Dann fuhr ein Feuerwehrmann mit seinem Auto entgegen den Anweisungen des Landwirtes auf das Stoppelfeld. Durch den heißen Katalysator an dem Wagen brach das Feuer erneut aus.

Die Flammen breiteten sich schnell auf etwa 20 Hektar Getreidefläche aus und erfassten eines der großen Feuerwehrfahrzeuge und das Auto. Dabei wurde eine 38 Jahre alte Feuerwehrfrau schwer verletzt, und ein 43 Jahre alter Kamerad wurde leicht verletzt. Beide wollten Ausrüstung aus dem Fahrzeug sichern und erlitten Rauchvergiftungen. Allein hier wurde der Schaden auf mehr als 250 000 Euro geschätzt. Zeitweise behinderten Schaulustige den Feuerwehreinsatz, in dem Feuerwehren nicht durchkamen, wie es hieß.

Zuvor war auf einem Feld in Nienhagen im Osten von Rostock ein Mähdrescher beim Entladen in Brand geraten. Die Erntemaschine brannte aus, ein Übergreifen auf weitere Maschinen oder Felder konnte verhindert werden. Fast zeitgleich waren auf einem Stoppelfeld bei Rekentin und nahe Sarmstorf bei Güstrow zwei Strohpressen heißgelaufen und hatte zu brennen begonnen. Beide Strohpressen konnte nicht mehr gerettet werden.

Bei Sarmstorf verbrannten zudem rund 200 gerade geerntete Strohballen, bei Rekentin gingen etwa sieben Hektar Stoppelfeld in Flammen auf. Feuerwehren konnten verhindern, dass weitere angrenzende Felder und Wälder Feuer fingen. Dort gab es keine Verletzten.

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