AfD: Videokonferenzen über «itslearning» wenig genutzt

14.07.2021 Der virtuelle Klassenraum ist in Mecklenburg-Vorpommern während der coronabedingten Schulschließungen offenbar weniger genutzt worden als erwartet. Wie die AfD-Landtagsfraktion am Mittwoch unter Berufung auf Daten des Bildungsministeriums mitteilte, gab es von Mitte März bis zum Schuljahresende am 18. Juni etwa 555.000 Zugriffe auf Videokonferenzen über die Internet-Lernplattform «itslearning».

«Coronavirus» steht auf einer Tafel in einem leeren Klassenzimmer. Foto: Armin Weigel/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Gemessen an der Gesamtzahl der Schüler an weiterführenden Schulen in öffentlicher Trägerschaft seien das im Durchschnitt sechs Zugriffe je Schüler gewesen, rechnete der AfD-Abgeordnete Jörg Kröger vor. «Eigentlich wären Teilnahmen im dreistelligen Bereich pro Schüler zu erwarten gewesen, wenn man annähernd eine Kompensation des Präsenzunterrichts angestrebt hat», so Kröger weiter. Die Zahlen belegten, dass die Digitalisierung an den Schulen noch unzureichend sei und Wechselunterricht zwischen Präsenz und Home-Schooling zum Beginn des neuen Schuljahres vermieden werden müsse.

Das Land hatte im vergangenen Jahr als Reaktion auf die Schulschließungen die Plattform «itslearning» eingeführt, über die Schüler und Lehrer kommunizieren können. Zudem kann dort Unterrichtsmaterial bereitgestellt und abgerufen werden. Nach massiver Kritik am Fehlen einer Videofunktion hatte das Land im März schließlich nachgerüstet. Allerdings hatte auch Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) stets betont, dass Alternativen wie das Lernen von zu Hause aus den Präsenzunterricht an der Schule nicht ersetzen könnten und daher alle Schutzvorkehrungen zu treffen seien, um die Schulen offen zu halten.

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