Millionen für Schulbauten: Land legt Bauempfehlungen vor

07.07.2021 An den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern stehen - auch aus den Erfahrungen der Corona-Pandemie - umfangreiche Baumaßnahmen an. Dafür habe die Landesregierung zusätzlich zu den bestehenden Förderprogrammen ein Schulbauprogramm aufgelegt. Aus dem MV-Schutzfonds würden für pandemiebedingte Baumaßnahmen 100 Millionen Euro bereitstehen. Damit könnten beispielsweise Sanitäranlagen erweitert und Fenster erneuert werden, teilte Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) am Mittwoch anlässlich der Präsentation neuer Schulbauempfehlungen für die kommunalen Schulträger mit.

Ein Fenster einer an einer Schule ist zum Lüften geöffnet. Foto: Christoph Schmidt/dpa/Archivbild/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Broschüre enthalte qualitative und quantitative Mindeststandards für die Raumanordnung und den Flächenbedarf in Schulneubauten und Planungshilfen für die Bauherren. «Kinder und Jugendliche verbringen in der Schule viel Zeit. Unser Bestreben muss es daher sein, dass Schülerinnen und Schüler dort nicht nur die bestmöglichen Lernbedingungen vorfinden, sondern sich auch in der Schule wohlfühlen», betonte Martin.

Sie verwies zudem darauf, dass die Mittel aus dem Schutzfonds auch für den Einbau von Belüftungsanlagen genutzt werden könnten. Dafür stünden zudem Mittel aus dem 500-Millionen-Euro-Programm des Bundes zur Verfügung. Dem Einsatz mobiler Lüftungsanlagen zum Schutz vor der Ausbreitung der Corona-Viren stehen die Landkreise und kreisfreien Städte als Schulträger bislang skeptisch gegenüber.

Der Landkreis Ludwigslust-Parchim legte am Mittwoch den Entwurf für den Schulentwicklungsplan bis zum Schuljahr 2026/2027 vor. «Im Planungszeitraum müssen keine allgemeinbildenden Schulen in öffentlicher Trägerschaft im Landkreis wegen zu geringer Schülerzahlen schließen», erklärte Landrat Stefan Sternberg (SPD). Die Familien könnten sich somit auch perspektivisch auf ein stabiles und leistungsfähiges Schulnetz verlassen.

Allerdings würden im Zusammenhang mit der Umsetzung der Inklusionsstrategie des Landes die Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Lernen bis 2027 aufgehoben. Der Schulentwicklungsplan werde nun mit Gemeinden, Ämtern und Schulverbänden beraten und dem Kreistag voraussichtlich Mitte Dezember zur Beschlussfassung vorgelegt, hieß es.

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