Corona-Inzidenz in Mecklenburg-Vorpommern bei 1,3

04.07.2021 Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt in Mecklenburg-Vorpommern auf 1,3. Am Sonntag wurde ein weiterer Corona-Fall gemeldet, neue Todesfälle wurden nicht bekannt. Gesundheitsminister Glawe bezieht Stellung zum Schwänzen von Impfterminen.

Eine Mitarbeiterin in einem Corona-Testzentrum macht bei einem Mädchen einen Corona-Test. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) hat am Sonntag einen neuen Corona-Fall im Nordosten gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche, sank auf 1,3. Am Samstag hatte sie 1,4 betragen, am 27. Juni 2,1.

Die Gesamtzahl der bestätigten Corona-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern erhöhte sich durch den am Sonntag gemeldeten Fall auf 44 165. Samstag und eine Woche zuvor waren jeweils zwei neue Fälle gemeldet worden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion blieb am Sonntag konstant bei 1156.

Im Nordosten können weiterhin die drei Landkreise Rostock, Vorpommern-Rügen und Mecklenburgische Seenplatte eine Inzidenz von 0,0 vorweisen. Die höchste Inzidenz hat Schwerin mit 4,2.

Als genesen gelten in Mecklenburg-Vorpommern nach Lagus-Angaben 42 917 Menschen. Derzeit werden elf Corona-Patienten in Kliniken behandelt, fünf davon auf Intensivstationen.

Unterdessen hat sich Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) gegen Strafzahlungen für nicht wahrgenommene Impftermine ausgesprochen. Finanzielle Strafen seien zum jetzigen Zeitpunkt wenig zielführend, sagte Glawe am Sonntag NDR 1 Radio MV. Das Land wolle stärker für eine Impfung gegen das Coronavirus werben. Wer einen Impftermin nicht wahrnehmen könne, solle diesen absagen.

Vertreter von SPD und Union hatten derlei Sanktionen zuvor befürwortet. «Es wäre richtig, wenn es eine Strafe gäbe für diejenigen, die nicht einmal ihren Termin absagen», sagte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach der «Bild am Sonntag». Der Vize der Unions-Fraktion im Bundestag, Thorsten Frei (CDU), sagte, Impftermine verfallen zu lassen, sei nicht nur rücksichtslos, sondern ein Schlag ins Gesicht all derer, die derzeit noch auf den knappen Impfstoff warteten.

Der Präsident des Berliner Roten Kreuzes (DRK), Mario Czaja, hatte die Debatte angestoßen und Bußgelder von 25 bis 30 Euro vorgeschlagen. Seinen Angaben zufolge werden in Berliner Impfzentren inzwischen fünf bis zehn Prozent der Termine nicht wahrgenommen.

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