Zwei neue Corona-Infektionen am Sonntag: Inzidenz bei 2,1

27.06.2021 Die Sieben-Tage-Inzidenz in Mecklenburg-Vorpommern ist niedrig. Neue Todesfälle sind nicht bekannt. Trotzdem sorgt sich Ministerpräsidentin Schwesig mit Blick auf den Herbst und drängt den Bund, Vorkehrungen zu verschärfen.

Eine FFP2-Maske liegt auf einem Tisch. Foto: Daniel Karmann/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales hat am Sonntag zwei neue Corona-Infektionen für Mecklenburg-Vorpommern gemeldet. Das sind genauso viele, wie am Tag zuvor und am Sonntag vor einer Woche bekannt wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 2,1, etwas niedriger als vor einer Woche (2,2). Das Amt teilte am Wochenende keinen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion mit, so dass die Zahl der Todesopfer seit Beginn der Pandemie bei 1152 bleibt. Die Gesamtzahl der bestätigten Corona-Infektionen im Land erhöhte sich auf 44.138. Als genesen gelten 42.875 Menschen.

In den Regionen reicht die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen von 0,0 im Landkreis Vorpommern-Greifswald bis 5,7 im Landkreis Ludwigslust-Parchim.

Zum Schutz vor einer Corona-Infektionswelle im Herbst drängte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) den Bund zu verschärften Vorkehrungen für Reiserückkehrer. «Internationale Reisen dürfen nicht dazu führen, dass sich wieder mehr Menschen infizieren und das Virus nach Hause tragen. Deshalb ist es wichtig, dass für alle Rückkehrer aus Risikogebieten gilt, dass sie zwei Tests machen: Zu Beginn der Rückkehr und nach fünf Tagen Quarantäne», betonte Schwesig in Schwerin. Die bislang geltende Regelung, nach der ein einmaliger negativer Corona-Test gleich nach der Rückkehr ausreicht, werde der Realität nicht gerecht.

Mecklenburg-Vorpommern kündigte an, Vietnam 100.000 Corona-Schnelltests zur Verfügung zu stellen. Die Antigen-Tests aus dem Landesbestand seien am Freitag mit dem Flugzeug in das asiatische Land geliefert worden, teilte die Staatskanzlei am Samstag mit. «Wir haben traditionell sehr gute Kontakte zu Vietnam», erklärte Schwesig. Manche resultierten noch aus DDR-Zeiten, andere seien seit 1990 im Zuge der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Vietnam hinzugekommen.

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