Durchfaller-Quote bei Mittlerer Reife erhöht

17.06.2021 An diesem Freitag geht für die rund 153.600 Schülerinnen und Schüler an den allgemeinbildenden Schulen Mecklenburg-Vorpommerns das Schuljahr zu Ende. Nach der Zeugnisübergabe beginnen die großen Ferien. Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein starten als erste Bundesländer in die Sommerferien. Schulbeginn ist dann bereits am 2. August. An den 50 beruflichen Schulen im Land beginnen die Sommerferien erst am 12. Juli.

Schwamm und Kreide liegen in einem Klassenraum unter einer Tafel. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Es sei ein schwieriges Schuljahr gewesen, sagte Bildungsministerin Bettina Martin (SPD). Sie erinnerte an Schulschließungen, Distanzlernen, Wechselunterricht und Homeschooling, Maskenpflicht und Testpflicht. «Ich danke allen herzlich, dass sie offen und bereit waren, sich auf neue Abläufe einzulassen. Das hat viel Kraft gekostet und allen viel abverlangt.»

Nicht alle haben es geschafft. Die Prüfungen zur Mittleren Reife - es liegen die Ergebnisse von 157 der 190 Schulen vor - haben 92,2 Prozent der Prüfungsteilnehmer bestanden, wie es hieß. Das sind deutlich weniger als in den Vorjahren mit Quoten von 97,9 im Jahr 2020 und 97,4 im Jahr 2019. Der landesweite Notendurchschnitt der Mittleren Reife liege in diesem Jahr bei 2,6 und damit auf dem gleichen Wert wie 2020 und 2019.

Bei den Abiturprüfungen liegen dem Ministerium zufolge bisher die Ergebnisse von 80 Prozent der betreffenden Schulen vor (ohne Fachgymnasien). Demnach haben 94,6 Prozent der Teilnehmer die Abiturprüfung bestanden. In den Vorjahren seien es 93,8 Prozent (2020) und 92,6 Prozent (2019) gewesen. Die bislang ermittelte landesweite Durchschnittsnote liege bei 2,3 und sei damit auf dem gleichen Niveau wie in den zwei Jahren zuvor. Das schriftliche Mathematik-Abitur wertete das Ministerium allerdings bei jedem Prüfling um zwei Punkte auf, weil es deutlich schlechter als in den Vorjahren ausgefallen war.

Kinder und Jugendliche, die Sorgen haben, mit ihrem Zeugnis nach Hause zu gehen, können sich laut Ministerium an eine Lehrerin oder an einen Lehrer ihres Vertrauens wenden. Beratung und Hilfe bieten demnach auch die Staatlichen Schulämter an den Zeugnistelefonen an.

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