Experte: Corona verstärkt Umzugswillen nach Vorpommern

03.06.2021 Die Corona-Pandemie hat bei Menschen aus Ballungsräumen wie Berlin laut einem Experten deutlich mehr Interesse an Grundstücken in Vorpommern ausgelöst. Dies erleichtere das Vorhaben, mehr Großstädter auf das Land zu locken, wo sie mit schnellem Internet arbeiten und trotzdem naturnah leben können, wie Ulrich Vetter als Geschäftsführer der Förder- und Entwicklungsgesellschaft mbH (FEG) Vorpommern-Greifswald am Donnerstag in Pasewalk erklärte.

Leuchtend gelb blüht ein Rapsfeld. Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die FEG hatte mit 15 Städten in dem Riesen-Landkreis vor knapp zwei Jahren die Initiative «Lasst uns Berlin größer denken» gestartet. Vorpommern ist seit mehr als 100 Jahren eng mit Berlin verbunden.

«Der Trend einer neuen Dynamik zwischen Metropolen und ländlichen Räumen hat durch Corona ganz klar einen weiteren starken Impuls erhalten», erläuterte Vetter. Berliner mit flexiblen Arbeitszeiten könnten in der zunehmend digitalisierten Arbeitswelt mit relativ günstigen Immobilienpreisen unweit der Ostsee und am Stettiner Haff wohnen und trotzdem schnell in Berlin sein. Die Aktion wird unter anderem von Wolgast, Greifswald, Anklam und Pasewalk, der Insel Usedom und Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann (SPD) unterstützt.

Die FEG sei dabei, so genannte CityQuartiere zu entwickeln, sagte Vetter. Einzelheiten sollen auf einem digitalen Forum am 10. Juni in Berlin beraten werden. Vorpommern-Greifswald ist mit einer Fläche von rund 4000 Quadratkilometern mehr als viermal so groß wie Berlin und hat 240.000 Einwohner. Der Ballungsraum Berlin habe mehr als vier Millionen Bewohner, neue Siedlungsgebiete würden gesucht.

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