19 Millionen Euro aus Aufholpaket des Bundes für Kinder

01.06.2021 Nach den Worten von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) haben Kinder in der Corona-Pandemie besonders zu leiden gehabt und bedürfen daher besonderer Zuwendung. Zwar könne der Weltkindertag wieder mit mehr Freiheiten begangen werden. Doch sei der Alltag der Kinder in den zurückliegenden Monaten durch die Pandemie stark eingeschränkt gewesen. «Sie konnten teilweise nicht zur Schule oder in die Kita gehen, ihre Freunde nicht treffen, nicht mit Eltern oder Großeltern in Urlaub fahren», sagte Schwesig nach der Kabinettssitzung am Dienstag in Schwerin.

Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das Land habe seine Priorität stets darauf gelegt, Kitas und Schulen offen zu halten. «Und wir sind sehr positiv, dass das jetzt so bleiben wird», sagte Schwesig. Mit dem Aufholpaket des Bundes solle nun versucht werden, Versäumtes nachzuholen. Dafür stünden zusätzlich 19 Millionen Euro bereit, mit denen unter anderem Nachhilfe-Unterricht und zusätzliche Schwimmkurse finanziert werden könnten. Mit 5 Millionen Euro würden Kinder- und Jugendfreizeiten unterstützt.

«Nachdem wir jetzt Schritt für Schritt aus der Pandemie kommen, liegt uns am Herzen, die Flurschäden, die Corona gemacht hat, zu beseitigen», sagte Schwesig. Die Kinder und Jugendlichen bräuchten nicht nur mehr Unterstützung in der Schule. «Sie brauchen vor allem wieder mehr Bewegung, mehr Freizeit.»

Wie das Bildungsministerium weiter mitteilte, stellt das Land zu den 19 Millionen vom Bund für die Lernförderung mindestens noch einmal die gleiche Summe zur Verfügung. Das Aktionsprogramm «Stark machen und Anschluss sichern» umfasse einen breit angelegten Maßnahmenkatalog. «Wir wollen Schülerinnen und Schüler bestmöglich unterstützen, damit sie gut in den geregelten Schulbetrieb zurückfinden und ihre Bildungsziele erreichen können», betonte Bildungsministerin Bettina Martin (SPD). Einige Angebote seien bereits nutzbar. Außerdem solle es außerschulische Hilfen geben, die von Kindern und Jugendlichen in den Sommerferien wahrgenommen werden können.

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