Dahlemann: Auf Einstufung Polens vorbereitet

19.03.2021 Nach der Erklärung Polens zum Corona-Hochinzidenzgebiet hat Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann die Bedeutung von Mecklenburg-Vorpommerns Testregeln für Grenzpendler hervorgehoben. «Unsere strenge Testpflicht geht über die Bundeseinreiseverordnung hinaus, sichert aber auch Freiheiten in der Metropolregion Stettin», erklärte der SPD-Politiker am Freitagabend.

Patrick Dahlemann, Parlamentarischer Staatssekretär für Vorpommern. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mecklenburg-Vorpommern hat bereits einen Beschluss zur Umsetzung der neuen Einstufung für Grenzpendler gefasst: Sie sollen alle 48 Stunden einen negativen Corona-Test vorlegen. Zuvor durfte der Test bis zu vier Tage alt sein. In Brandenburg sollen sich Pendler nur zwei Mal pro Woche testen lassen. Auch dank Schnelltestzentren direkt an den Grenzübergängen in Linken und Ahlbeck sei man gut aufgestellt, erklärte Dahlemann. «Wir haben uns in den letzten Wochen intensiv darauf vorbereitet.» Er hoffe, dass sich die Lage in Polen jetzt wieder schnell entspanne.

Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen hatte die Bundesregierung Polen als Hochinzidenzgebiet eingestuft. Ab Sonntag ist die Einreise aus dem an Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen grenzenden Nachbarland nur noch mit einem negativen Corona-Test erlaubt.

In Polen sind die Infektionszahlen in den vergangenen Tagen drastisch gestiegen. Die absolute Zahl der Neuinfektionen an einem Tag lag am Freitag bei 25 998 und damit nur noch knapp unter dem Rekordwert von 27 875 aus dem November. Zum Vergleich: In Deutschland meldete das RKI am Freitag 17 482 Neuinfektionen binnen 24 Stunden, also deutlich weniger als in Polen. Deutschland hat aber mehr als doppelt so viele Einwohner. Nach Angaben des polnischen Gesundheitsministeriums ist die britische Virusvariante in Polen mittlerweile für mehr als 60 Prozent der Neuinfektionen verantwortlich.

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