Kritik: Ungleichbehandlung von Fußball und Gastronomie

19.03.2021 Die Möglichkeit des FC Hansa Rostock zur Stadionöffnung am Samstag hat bei der Gastronomie und anderen Branchen Unverständnis ausgelöst. «Ich freue mich wirklich für Hansa, dass sie das machen können. Ich frage mich aber, warum ich dann als Familie oder zu zweit oder dritt nicht in die Gastronomie gehen kann», sagte der Präsident des Dehoga-Verbands MV, Lars Schwarz, am Freitag am Rande einer Demonstration in Rostock. Dies gelte speziell auch für Außengastronomie. Es gebe keine Hinweise darauf, dass bei solchen Gelegenheiten das Corona-Virus übertragen worden wäre.

Ein Fußball-Spiel. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Schweriner Landesregierung hatte am Donnerstag entschieden, dass Rostock am Samstag gegen den Halleschen FC 777 Fans ins Stadion lassen darf. Diese müssen in Rostock lebende Dauerkartenbesitzer sein. Vor den Stadiontoren werden Schnelltests durchgeführt, auf den Rängen herrscht Masken- und Abstandspflicht. Zur Kontaktverfolgung wird eine App genutzt.

Auch der Geschäftsführer der Moya-Kulturbühne in Rostock, Niels Burmeister, stellte die Frage, ob die Öffnung des Profisports noch vor dem Kinder- und Jugendsport das richtige Zeichen der Landesregierung ist. «Diese Zeichen, Mallorca oder das Ostseestadion zu öffnen, sind die falschen Zeichen.» Wegen stark sinkender Corona-Infektionszahlen hat die Bundesregierung die Reisebeschränkungen für Mallorca aufgehoben.

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