Hansa mit Zuschauern: Landesregierung sieht Gesprächsbedarf

16.03.2021 Die Landesregierung in Schwerin hat die Entscheidung zu einer möglichen Rückkehr von Zuschauern zu den Spielen des Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock vertagt. Bei einer weiteren Beratung von Regierungsvertretern mit Verantwortlichen aus Rostock solle über das weitere Vorgehen in Rostock als «Pilotstadt» beraten werden, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD nach der Kabinettssitzung am Dienstag.

Ein Fußballspieler ist am Ball. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Es gebe angesichts des seit Monaten stabil niedrigen Infektionsgeschehens in der Hansestadt den Wunsch und die Bereitschaft, weitergehende Öffnungsschritte auszuprobieren. Rostock habe für Bereiche wie Bildung, Sport und Kultur Vorschläge gemacht, die nun geprüft würden. «Ich glaube, es ist klar, dass nicht alles auf einmal gehen wird», sagte Schwesig. Die aktuell bundesweit wieder steigende Zahl von Corona-Neuinfektionen und die höhere Ansteckungsgefahr durch neue Virus-Varianten dürften nicht außer Acht gelassen werden.

Rostock dringt seit längerem auf zusätzliche Lockerungen. So strebt die Stadt neben der begrenzten Zulassung von Zuschauern zu Spielen in Profiligen auch die baldige Öffnung des Volkstheaters an. Am Montag hatte die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz in der Hansestadt bei 22 registrierten Infektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche gelegen. Für ganz Mecklenburg-Vorpommern betrug der Wert 63,9, bundesweit 83,7.

Für die Rückkehr der Fans hatte der FC Hansa ein Hygienekonzept entwickelt, das vom örtlichen Gesundheitsamt bereits bestätigt wurde. Demnach sollten möglichst schon zum Drittliga-Spiel Hansa Rostock gegen den Halleschen FC an diesem Samstag 777 in Rostock lebende Dauerkartenbesitzer sowie Ticketinhaber von Hansa-Partnerfirmen in das Ostseestadion eingelassen werden. Voraussetzung für den Zutritt sollen negative Corona-Schnelltests sein.

© dpa-infocom GmbH

Weitere News