Ozeaneum für Wiedereröffnung herausgeputzt

12.03.2021 Nach der coronabedingten Zwangspause öffnet das Ozeaneum in Stralsund Anfang kommender Woche wieder für Besucher. Vorher wurde noch einmal gründlich sauber gemacht. Auch einige Tiere werden sich wohl neu auf die Menschen einstellen müssen.

Das Deutsche Meeresmuseum Ozeaneum im Hafen von Stralsund. Foto: Stefan Sauer/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das Ozeaneum in Stralsund hat sich in den vergangenen Tagen noch einmal für die Wiedereröffnung am kommenden Montag herausgeputzt. Ein «fast neues Museum» erwarte die Besucher, sagte Direktor Harald Benke vorab. Exponate seien abgestaubt, Mitarbeiter aus der Kurzarbeit geholt und ein Online-Ticketsystem eingerichtet worden. Zudem stiegen Taucher in das Atlantik-Aquarium, um die Scheiben von innen zu säubern.

Man starte vorsichtig, «mit angezogener Handbremse», bemerkte Benke. Zunächst seien nur 550 Gäste pro Tag zugelassen. Unter normalen Umständen besuchten an Sommertagen bis zu 6000 Menschen die beliebte Einrichtung. Seit Freitag können Besucher online ein Zeitfenster buchen, allerdings nur drei Tage im Voraus. «Da wir nicht wissen, wie lange wir immer aufhaben dürfen.» Das hänge vom Inzidenzwert ab. Im Haus gelten Hygieneauflagen wie Maskenpflicht und Abstandsgebot.

Die Wiedereröffnung wird sich wohl auch auf einige Tiere auswirken. «Wenn keiner da ist, dann zeigen die schon ein etwas anderes Verhalten», berichtete Benke etwa mit Blick auf die Pinguine. Die seien interessierter und hielten sich eher direkt an der Scheibe auf, wenn Menschen da sind. Und auch die Fische nähmen die Besucher wahr.

Wirtschaftlich rechnet sich der eingeschränkte Betrieb laut Benke nicht. «Wir gehen danach, dass wir auch einen Bildungsauftrag haben, dass die Menschen so lange im Lockdown waren und jetzt auch mal wieder was Schönes sehen wollen.» Nach der Wiedereröffnung nach dem Lockdown im vergangenen Jahr, hätten sich die Gäste länger im Haus aufgehalten als üblich. Die Einträge in den Gästebüchern seien damals teilweise «euphorisch» gewesen. «Ähnliches erwarte ich jetzt wieder».

Das Ozeaneum war wie andere Museen und Kulturstätten im November coronabedingt in eine Zwangspause gegangen. Es gehört zur Stiftung Deutsches Meeresmuseum - der besucherstärkste Museumsverbund in Mecklenburg-Vorpommern, der sich nach eigenen Angaben dank hoher Besucherzahlen normalerweise größtenteils selbst finanziert.

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