Spitzenteam Darmstadt besteht nächste Prüfung

28.11.2021 Das nennt man wohl einen Lauf: Darmstadt 98 hat seit Ende September nicht mehr verloren und die vergangenen vier Partien gewonnen. Der Auswärtserfolg in Aue zeigt, wie die Mannschaft von Cheftrainer Lieberknecht gereift ist.

Aues Anthony Barylla (r) gegen Darmstadts Phillip Tietz. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In dieser Form ist der SV Darmstadt 98 reif für eine Rückkehr in die Fußball-Bundesliga. Das Zweitliga-Team der Stunde stellt nicht nur die beste Offensive und das stärkste Sturmduo der Liga, sondern erfüllt auch Pflichtaufgaben wie beim 2:1 (0:0) bei Erzgebirge Aue am Samstag. «Es wird immer viel über die ganz Großen der Liga wie Schalke oder Werder gesprochen. Aber Aue hat seit Jahren seine Daseinsberechtigung in der 2. Bundesliga. Hier zu bestehen, ist das täglich Brot», sagte Chefcoach Torsten Lieberknecht, der die Lilien als Nachfolger von Markus Anfang derzeit zu Topleistungen antreibt.

Inmitten der hochgehandelten Topclubs wie Werder, Schalke oder dem HSV hat sich ein neuer Aufstiegskandidat herauskristallisiert. Die Hessen spielen offensiv und mutig und können sich auf ihre beiden Toptorjäger Luca Pfeiffer (zwölf Saisontore) und Phillip Tietz (elf) verlassen. Pfeiffer traf auch diesmal wieder.

«Im Endeffekt zählen die drei Punkte, mit denen wir jetzt die Heimfahrt antreten. Wir wussten, was uns hier erwartet. Wir waren geduldig und haben dann auch unsere Chancen genutzt», sagte der 25-Jährige. An den zu Fenerbahce abgewanderten Serdar Dursun denkt in Darmstadt gerade niemand mehr. Das zweite Tor hatte am Samstag Aaron Seydel erzielt, der Anschlusstreffer von Aues Antonio Jonjic kam vor coronabedingt leeren Rängen zu spät.

«Auch aufgrund der äußeren Umstände war es ein spezielles Duell. Doch wir haben all diese Dinge ausgeblendet und die Partie verantwortungsvoll sowie mit großer Seriosität runtergespielt», sagte Lieberknecht. Aue gilt per se zwar nicht als Spitzenclub, hatte zuletzt aber zehn Punkte aus vier Spielen geholt. «Letztendlich war es ein verdienter Sieg, der allerdings zum Schluss durch einen eigenen Fehler nochmal spannend wurde», fügte der Coach an.

Joker Seydel lobte Lieberknecht explizit. «Die Tore waren mit viel Ruhe herausgespielt. Zudem haben wir auch viel Qualität auf der Bank, die uns dabei hilft, solche Spiele über die Bühne zu bringen.» Für den 1,99 Meter großen Stürmer war es das erste Saisontor, er kommt hinter Tietz und Pfeiffer regelmäßig nur als Einwechselspieler. «Mein Tor gibt mir natürlich ein schönes Gefühl», sagte Seydel.

Darmstadt ist nun seit Ende September ungeschlagen und hat die vergangenen vier Ligapartien für sich entschieden. Nach dem nächsten Heimspiel gegen Düsseldorf warten vor der Weihnachtspause noch Gastspiele in Paderborn und Regensburg. Beide Clubs gehören - wie die Lilien - zwar auf dem Papier nicht zu den ganz Großen der Liga, spielen im Aufstiegskampf aber munter mit.

© dpa-infocom GmbH

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