Wieder kein Tor: Kauczinskis Start bei Wehen verpatzt

28.11.2021 Drei Spiele, kein Tor: Für Trainer Markus Kauczinski läuft es beim SV Wehen Wiesbaden noch nicht rund. Die Nullnummer gegen den vom Abstieg bedrohten SC Verl ist deutlich zu wenig.

Markus Kauczinski steht vor Beginn eines Spiels im Stadion. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Seinen Start beim SV Wehen Wiesbaden hatte sich Markus Kauczinski sicher anders vorgestellt. Erst das Aus im Hessen-Pokal in Friedberg, dann die Auftaktpleite in Kaiserslautern und nun eine triste Nullnummer gegen Drittliga-Abstiegskandidat SC Verl. «Man merkt, dass Dinge Zeit brauchen», sagte Kauczinski am Samstag nach der Partie in Wiesbaden. Der Nachfolger von Rüdiger Rehm hadert vor allem mit der Chancenverwertung seines Teams. Nach drei Pflichtspielen unter dem 51-Jährigen stehen noch immer: null Tore.

«Ich hätte mir natürlich gewünscht, dass wir hier zuhause den Knoten lösen können. Das wäre heute möglich gewesen. Die Mannschaft hat sehr engagiert gespielt», sagte Kauczinski. Im Mittelpunkt stand eine Szene, bei der Verls Nico Ochojski nach gut einer halben Stunde einen Kopfball von Ahmet Gürleyen auf der Linie abwehrte - aus Sicht der Gastgeber nicht ganz regelkonform.

«Der Schiedsrichter hat selber gesagt, dass er gesehen hat, dass er den mit der Hand rausholt. Aber das wäre wohl nicht ahnungswürdig gewesen. Der Schiedsrichter hat gesagt, dass es keine Absicht war oder irgendwie sowas», beschrieb Kauczinski die umstrittene Szene im Anschluss bei Magentasport.

Doch Ausreden wollte SVWW-Coach nicht heranziehen, er nahm auch sein eigenes Team in die Pflicht. «Wir müssen zulegen beim Verwerten der Chancen. Das ist das, wo wir uns um den Lohn bringen. Da werden wir dran arbeiten», sagte der Chefcoach. Er habe «viel Kampf und viel Herz» gesehen. «Jetzt gilt es, da zuzulegen und ein Selbstverständnis zu entwickeln.» In der Tabelle droht der SVWW den Anschluss an die oberen Ränge zu verlieren. Am nächsten Spieltag geht es am 6. Dezember (19.00 Uhr) zu Aufstiegsaspirant Waldhof Mannheim.

© dpa-infocom GmbH

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