Kronberger Hirsche in Israel wohlauf

25.09.2021 Die beiden Mesopotamischen Damhirsche, die im Frühjahr 2017 von Kronberger Opel-Zoo in den Zoo von Jerusalem umzogen, sind vier Jahre später in ihrer neuen Heimat nicht nur wohlauf, sondern leisten ihren Beitrag zu einem Artenschutzprojekt. «Wir sind sehr froh über diese Zusammenarbeit», betont Nili Avni-Magen, Tierärztin des Zoos in Jerusalem und dort verantwortliche für ein Auswilderungsprojekt. Mittlerweile sind mehr als 100 im Zoo gezüchtete Hirsche in den Bergen rund um Jerusalem in einem Naturschutzgebiet in die Freiheit entlassen worden.

Ein Mesopotamischer Damhirsch geht im Opel-Zoo in Kronberg über eine Wiese. Foto: Opel-Zoo/ARCHIV Opel-Zoo/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mesopotamische Damhirsche gelten als stark gefährdet. Der Jerusalemer Zoo und die israelische Naturschutzbehörde arbeiten daran, die Art wieder in Israel heimisch zu machen.

Die beiden Kronberger Hirsche bleiben allerdings zu Zuchtzwecken im Zoo in Jerusalem. «Sie sind noch jung - wir versprechen uns, dass sie uns über Jahre Nachwuchs für das Projekt bescheren» sagt Avni-Magen über die «Mesos», wie sie im Kronberger Zoo liebevoll bezeichnet werden.

Denn die Hirsche, für den Laien nicht unbedingt von heimischem Damwild unterscheidbar, sind eng mit der Geschichte des Opel-Zoos verbunden: Zoogründer Georg von Opel finanzierte in den 50er und 60er Jahren Expeditionen in den heutigen Iran. Dabei wurden drei Mesopotamische Damhirsche in den Opel-Zoo gebracht. Alle heute in Europa in Zoos lebenden Hirsche dieser Art stammen nach Angaben einer Sprecherin von diesen Tieren ab.

© dpa-infocom GmbH

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