Bätzing: Braucht Geist und Mut zur Umkehr für Synodalen Weg

21.09.2021 In seiner Predigt im Eröffnungsgottesdienst der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) hat deren Vorsitzender Georg Bätzing in der Debatte um den Synodalen Weg zu Mut und neuem Denken aufgerufen. «Wenn wir über Macht und Gewaltenkontrolle in der Kirche, über eine neue Kultur von Leitung und Priestersein, über Frauen in Diensten und Ämtern strittig diskutieren und über den Wert einer orientierenden Morallehre, dann braucht es den Geist und den Mut zur Umkehr», sagte Bätzing am Dienstag laut Mitteilung in der Predigt. «Das ist in der Tat mehr und anders als bloß etwas Anpassung und Fortschreibung. Aber alles darunter wird der Wucht des auslösenden Skandals und der Dramatik der Entkirchlichung nicht gerecht», so Bätzing auch mit Blick auf den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche und die Welle von Kirchenaustritten.

Georg Bätzing, Bischof von Limburg, hält eine Predigt. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Noch bis diesen Donnerstag (23. September) tagen die deutschen Bischöfe in Fulda. Bereits am Vortag hatte Bätzing in einem Statement zu Beginn der Tagung den Willen zu echten Reformen unterstrichen. Ziel des derzeitigen Reformprozesses der deutschen Katholiken, des Synodalen Wegs, sei es, «das Handeln der Kirche sehr konkret zu verändern», hatte der DBK-Vorsitzende und Limburger Bischof betont. Es gehe nicht um einen «kleineren Außenanstrich», sondern um «wesentliche Veränderungen».

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